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Stadt Wadern
Ausgabe 23/2026
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Den Kühlschrank richtig reinigen: So wird’s gemacht

Sorgfalt beim Reinigen des Kühlschranks vermeidet Keimbelastung.

Der Kühlschrank verrichtet verlässlich seine Arbeit, auch wenn’s heiß ist. Der treue Diener ist allerdings für die Reinigung auf Sie angewiesen. Und Sie sollten sorgfältig dabei sein, sonst können sich trotz kühler Temperaturen im Geräteinnern Keime vermehren.

Über Forschungsergebnisse zur Keimbelastung haben wir Sie zuletzt informiert. Heute widmen wir uns näher der Reinigung. Zur besseren Übersicht schlagen wir Ihnen zwölf Schritte vor. Selbstverständlich können Sie selbst nach Gutdünken bzw. bewährten Methoden vorgehen; die Hinweise im Folgenden können Ihnen vielleicht dennoch eine Orientierung sein.

Kühlschrankreinigung in zwölf Schritten

Wählen Sie einen Zeitpunkt aus, an dem die Kühlschrankreinigung keinen Stress in der Familie verursacht.

Stellen Sie bereit: Warmes Wasser, mildes Spülmittel, Essigreiniger oder Essigwasser, sauberes Tuch oder Schwamm, kleine Bürste (evtl. Zahnbürste), trockenes Tuch (evtl. Küchenpapier).

Schalten Sie den Kühlschrank aus und räumen Sie alle Lebensmittel in eine Kühltasche, kontrollieren Sie (Geruch, Schimmel etc.), ob Produkte verdorben sind und entsorgen Sie diese ggf.

Entfernen Sie vorsichtig alle Elemente, die sich herausnehmen lassen: Schubladen, Glasplatten und Kunststoffteile usw.

Reinigen Sie diese Teile im Spülbecken mit warmem Wasser und Spülmittel bzw. Essigreiniger.

Trocken Sie diese Teile gut ab und lassen Sie sie zusätzlich an der Luft nachtrocknen.

Säubern Sie Wände, Böden und Türfächer gründlich – besonders in den Ecken. Achtung: Scheuermilch und Scheuerschwämme kommen nicht in Frage, weil damit die Oberflächen verkratzt würden und sich dann Schmutzpartikel absetzen und Keime vermehren könnten.

Reinigen Sie nach Möglichkeit die Ablauföffnung im hinteren Teil des Kühlschranks.

Denken Sie an die Gummidichtung an der Tür! Daran klebt leicht Schmutz, d. h. Keime, und es kann sich Schimmel bilden. Wenn sich erst einmal eine klebrige Schicht festgesetzt hat, reißt der Gummi leicht ein und wird porös, dann dringt warme Luft ins Innere, und der Stromverbrauch steigt.

Entfernen Sie Feuchtigkeit gründlich im gesamten Kühlschrank und an der Türdichtung.

Räumen Sie die Lebensmittel wieder ordentlich sortiert ein (siehe vorheriger Artikel), andernfalls bleibt die Tür wegen Suchens zu lange offen und Lebensmittel können übersehen und vergessen werden.

Starten Sie den Kühlschrank und stellen Sie die Temperatur zwischen 4 und 6, höchstens 7 °C.

Hygiene zur Gewohnheit machen

So eine Generalreinigung macht natürlich Arbeit. Diese fällt leichter, wenn Sie sich einige Regeln zur alltäglichen Gewohnheit machen. Denn im Alltag wird öfter mal im Kühlschrank etwas verschüttet, offene Gefäße schwappen über, Milchränder, Soßen- oder Marmeladenflecken setzen sich ab. Solche Verunreinigungen sollten am besten sofort beseitigt werden – inklusive trocken reiben! Noch etwas:Mittel zur Desinfektion sind überflüssig (auch nicht unproblematisch für das Abwasser). Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt: „In privaten Haushalten sollten Desinfektionsmittel nicht oder nur ausnahmsweise verwendet werden. Das gilt auch für die häufig angebotenen Kombi-Präparate zum gleichzeitigen Waschen und Desinfizieren (…)“ (https://www.bfr.bund.de/ publikationen/verbrauchertipps-zu-lebensmittelhygiene-reinigung-und-desinfektion/?utm_source=chatgpt.com, aufgerufen am 25.05.2026): Zu den Ausnahmefällen bei besonderen Erkrankungen geben laut BfR die behandelnden Ärzte und das Gesundheitsamt präzise Anweisungen. Sie brauchen sich natürlich auch nicht die Hände zu desinfizieren, wenn Sie etwas in den Kühlschrank einräumen; aber frisch gewaschen sollten sie schon sein (das vergisst man leicht nach dem Einkauf oder der Ernte im eigenen Garten).