Pausen sind auch nach den Ferien möglich. Foto: Stadtwerke Wadern / KI-generiert
Es ist noch Sommer, aber die Schulferien sind zu Ende, und ein großer Teil der Urlaubstage aufgebraucht. Wir wollen den Ferien nicht nachtrauern, bloß der Bedeutung nachspüren. „Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ schreibt zur Wortgeschichte: „Die Ferien waren ursprünglich die Tage religiöser Handlungen, an denen keine Geschäfte betrieben wurden. Im Deutschen zunächst in der Gerichtssprache die verhandlungsfreien Tage.“
An Ferientagen ruht also der übliche Betrieb. Nach einer populären Herleitung hängt „Ferien“ mit dem französischen „faire rien“ bzw. „ne rien faire“ zusammen; das bedeutet: „nichts tun“. Vielen gilt das als reinste Verschwendung. Unter den heute meist dominierenden Aspekten der Nützlichkeit und (Selbst-)Optimierung können viele von uns sich nicht vorstellen, nichts zu tun und fürchten Langeweile mehr als Freizeitstress.
Tipp: Probieren Sie doch mal den Selbstversuch mit Auszeiten, auch und vielleicht sogar gerade, da die offiziellen Ferien und der Urlaub beendet sind! Oder machen Sie (gelegentlich) weiter mit dem, was, Ihnen im Urlaub gutgetan hat: Spielen, Schwimmen, Lesen, Spazierengehen, Gespräche, Dösen… Okay, einige werden anderer Meinung sein oder auf Sachzwänge verweisen. Dass man keine Zeit hat, ist bekannt; man muss sich sie nehmen.
Auch Elektrogeräte können Ferien gebrauchen. Wir fassen zusammen, was die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen als „7 Tipps fürs Stromsparen im Sommer“ veröffentlicht hat (https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/strom-sparen/7-tipps-fuers-stromsparen-im-sommer-17722, aufgerufen am 06.08.2026).
| 1. | Heizungsanlage: Wenn die Heizungspumpe weiterläuft, obwohl die Heizkörper kalt bleiben, wird unnötig Strom verbraucht. Also möglichst die Heizung ausschalten oder auf Sommerbetrieb umstellen – ebenso die Zirkulationspumpe im Warmwassersystem. |
| 2. | Party-Kühlschrank: Bei Grill- und Sommerfesten kommt der Kühlschrank nicht nach mit Getränkekühlen, dann leistet zusätzlich der alte Kühlschrank im Keller gute Dienste. Aber ans Ausschalten denken, wenn die Party vorbei ist, meistens brauchen Altgeräte viel Strom! |
| 3. | Küchenkühlschrank: Erleichtern Sie ihm die Arbeit (inklusive Stromersparnis), indem Sie die Küche gegen Sonneneinstrahlung schützen und früh morgens die Kühle der Nacht einfangen. Und denken Sie daran, dass durch Backofenbetrieb die Temperatur in der Küche steigt. |
| 4. | „Mobile Klimageräte lohnen sich nicht“, schreibt die Verbraucherzentrale. Neben den deutlich steigenden Stromkosten gebe es häufig Enttäuschungen, weil diese Geräte oft überfordert seien. Sie empfiehlt: „Wenn Sie gesundheitlich nicht auf eine Klimatisierung angewiesen sind, können Sie auch einen Ventilator einsetzen. Dieser gibt Ihnen ein Gefühl der Abkühlung und verbraucht dabei deutlich weniger Strom.“ |
| 5. | Trockner: Bei warmem Wetter und offenen Fenstern könne man die Wäsche in der Wohnung trocknen, besser auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Denn nasse Wäsche in der Wohnung könne Schimmel befördern. |
| 6. | „Urlaubszeit ist Aus-Zeit.“ Wer nicht auf die Schulferien angewiesen ist und jetzt verreist, sollte die Kühl- und Gefrierschränke leeren und ggf. abtauen, um nicht nur während der Abwesenheit, sondern auch danach Strom zu sparen. |
| 7. | Solarstrom einfach nutzen: Die Verbraucherzentrale schlägt vor: „Beleuchtung, Springbrunnen oder Musikanlage - vieles, was den Aufenthalt auf dem Balkon oder im Garten schöner macht, können Sie mit Solarstrom betreiben. Das schont Klima und Konto.“ |