Auch beim Gießen stellt sich die Frage der Effizienz. | KI generiert
Heißes Wetter im Sommer ist nicht ungewöhnlich. In diesem Sommer und auch schon in den Vorjahren ist es allerdings zu ungewöhnlich hohen Temperaturen über mehrere Tage sowie zu extremen Unwettern gekommen. Nicht zuletzt führen uns die Bilder von Waldbränden, vom Niedrigwasser des Rheins und von Missernten vor Augen, was Trockenheit bedeutet; dazu kommen Meldungen von „Hitzetoten“. Das alles macht vielen Menschen Angst. Panik wäre jedoch ebenso falsch wie Fatalismus. Zurzeit wird viel darüber geredet, dass Klimaschutzkonzepte notwendig sind – nicht zuletzt im Hinblick auf die Trinkwasserversorgung.
Trinkwasserversorgung im Saarland gesichert
Der Verband der Energie und Wasserwirtschaft des Saarlandes e.V (VEWSaar e.V.), dem wir als Stadtwerke Wadern angehören, versichert in einer Pressemitteilung vom 20.07.2026: „Die Trinkwasserversorgung im Saarland ist derzeit trotz der sommerlichen Temperaturen und der teilweise hohen Wasserabnahmen weiterhin gesichert. (…) Die Förderung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung des Trinkwassers konnten jederzeit sichergestellt werden. (…) Die Qualität des Trinkwassers war im gesamten Versorgungsgebiet jederzeit gewährleistet. Auch bei den Grundwasserständen zeigt sich derzeit keine besorgniserregende Entwicklung.“ (https://www.vewsaar.de/fileadmin/dokumente/Aktuelles/pm2026/PM_Trinkwasser_Auslastung_Spitzentage_ausreichend_Reserven_20072026.pdf, aufgerufen am 20.08.2026).
Gleichwohl mahnt der VEWSaar: „Auch wenn die Versorgung derzeit gesichert ist, bleibt ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Wasser wichtig. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, diese lebenswichtige Ressource zu schonen und ihre nachhaltige Verfügbarkeit für kommende Generationen zu sichern.“
Was kann man machen? – Längst bekannt ist, wie sinnvoll es ist, dafür zu sorgen, dass Niederschlagswasser nicht schnell abgeführt wird, sondern möglichst langsam im Boden versickern kann. Dafür müssen ggf. Flächen entsiegelt und möglichst begrünt werden, aber es sollte auch auf die Entnahme von Wasser aus Bächen und Flüssen verzichtet werden usw. Entsprechende Maßnahmen und Regelungen erwarten viele Menschen jetzt von denjenigen, die politisch Verantwortung tragen. Und oft werden dabei auch Perspektiven „über den Tellerrand“ hinaus gefordert, ganz im Sinne unserer Erörterung beim letzten Mal an dieser Stelle und der zitierten Mitteilung des VEWSaar.
Verantwortung vor der eigenen Haustür
Jetzt kehren wir die Perspektive einmal um: vom Tellerrand ins Zentrum der eigenen Lebenswelt. Das bedeutet: Schauen Sie sich um am eigenen Haus! Wo sind Flächen versiegelt, wo wäre Begrünung möglich, wo könnte ein Baum gepflanzt werden, wo können Sie auf Bewässerung verzichten, wie können Sie Trinkwasser effizienter nutzen?
Aber es ist richtig: Die öffentliche Hand muss ihre Aufgaben erfüllen. Angaben dazu macht eine Pressemitteilung des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft vom 19.08.2026. Darin heißt es: „Pro Jahr werden in Deutschland rund 4,7 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Das entspricht 4.700 Milliarden Litern. In Haushalte, Gewerbe und Industrie wird dieses Wasser durch ein Leitungsnetz von insgesamt 534.000 Kilometern Länge transportiert. Zum Vergleich: Die Länge würde reichen, um mehr als 13-mal den Globus zu umrunden. Um auch weiterhin eine sichere Versorgung mit Trinkwasser zu garantieren, leisten die Wasserversorger hohe Investitionen: Jährlich fließen rund 4 Milliarden Euro in die öffentliche Wasserversorgung.“ (https://www.bdew.de/presse/534000-kilometer-leitungsnetz/, aufgerufen am 20.08.2026).