Die kulturtouristisch erschlossenen Monumentalgrabhügel sind ein Besuchermagnet.
Dieses gallo-römische Paar in Oberlöstern trägt zur lebendigen Geschichtsvermittlung bei.
Der Tag des offenen Denkmals am 13. September steht in diesem Jahr unter dem Motto: „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“. Die Stadt Wadern bietet den Besucherinnen und Besuchern einen Blick in die gallo-römische Vergangenheit rund um die Monumentalgrabhügel.
Um die besondere archäologische Bedeutung der Siedlungskammer Oberlöstern nicht nur für Forscherkreise, sondern auch für die Menschen in der Region sowie für Touristinnen und Touristen erlebbar zu machen, hat die Stadt Wadern diese kulturell in Szene gesetzt. Am Tag des offenen Denkmals bietet sich nun einer breiten Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich ein Bild von der gallo-römischen Vergangenheit in dieser Region zu machen.
Spektakuläre Zufallsfunde führten von 1991 bis 2019 zu intensiven archäologischen Untersuchungen bei Oberlöstern, welche die allmähliche Vermischung einheimischer und römischer Elemente zu der sogenannten „gallo-römischen Kultur“ belegen: Hier zeigten in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung wohlhabende Einheimische ihre gesellschaftliche Stellung durch die Anlegung monumentaler Steinbauten. So gab es einen Gutshof mit mehreren Nebengebäuden, eine Tempelanlage sowie ein Gräberfeld samt zwei imposanten Monumentalgrabhügeln und einem Pfeilergrabmal, auf dem sich die Besitzer des Gutshofs als Paar in Lebensgröße über den Tod hinaus präsentierten. Heutzutage künden die beiden rekonstruierten Monumentalgrabhügel von der spannenden Vergangenheit dieser Kulturlandschaft und bieten neben umfangreichen Informationen zur Geschichte auch einen wunderschönen Fernblick ins Löstertal. Die Bauwerke sind als 3D-Rekonstruktionen durch Peilstationen in ihrer ursprünglichen Lage sichtbar gemacht.
Der Zugang ist barrierefrei, Toiletten vor Ort
Adresse: Wadern-Oberlöstern, Lohbachstraße
Informationen:
touristinfo@wadern.de, 06871 507119,