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Stadt Wadern
Ausgabe 37/2026
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Gemeinsam wohnen, gemeinsam sparen

Wie in der WG kann Energiesparen in jedem Haushalt besprochen werden. | KI generiert

Für viele junge Menschen ist die Wohngemeinschaft eine bezahlbare Alternative zur eigenen Wohnung. Dort sammeln sie auch Erfahrungen fürs Leben beim Energiesparen. Vorbild für uns alle?

Einige junge Leute verlassen in diesen Wochen ihr Elternhaus zwecks Studium oder Ausbildung. In den Städten sind die Wohnungsmieten teuer, die Plätze in Wohnheimen rar. Manche lernen, sich mit kleinen Unterkünften zu bescheiden und mit ihrem Budget umzugehen. Einige machen Erfahrungen fürs Leben in einer Wohngemeinschaft, kurz: WG. Mit den Mitbewohnern teilt man sich die Miete, die Strom- und Heizkosten, die Internetgebühren und den Rundfunkbeitrag. Nicht zuletzt lernt man den Umgang miteinander - mit allem, was dazu gehört.

Neue Wohnformen haben sich etabliert

Vor zehn Jahren haben wir an dieser Stelle über eine „Vorbildliche WG“ geschrieben. Unsere Quelle von damals existiert nicht mehr. Daran sieht man, wie kurzlebig unsere Zeit ist. Darüber hinaus ist auch beim Thema ein gesellschaftlicher Wandel erkennbar: Wurde in den 1960er Jahren das Zusammenleben mehrerer Menschen als „Kommune“ und Inbegriff des Lasters verstanden, ist die WG heute als Wohnform etabliert und für viele Familien die einzige finanzierbare Wohnform für die flügge gewordenen Kinder. Und keineswegs nur wegen der Kosten denken heute auch Menschen im letzten Drittel ihres Lebens darüber nach, selbst in eine(„Alten“)-WG zu ziehen.

Vieles, das fürs Zusammenleben junger Menschen richtig ist, gilt auch für Rentnerinnen und Rentner. Seinerzeit hatten wir uns auf die Studentenzeitschrift „Unikum“ berufen, und eine Reihe von „gut bürgerlichen“ Verhaltensregeln im Umgang mit Energie veröffentlicht. Auch diese Quelle gibt es nicht mehr, aber wir wollen Ihnen die Empfehlungen von damals nicht vorenthalten.

Tipps für nachhaltiges Zusammenleben

Es geht um zehn einfache Tipps für die WG: 1. Warm duschen statt heißes Vollbad, auch kalt duschen ausprobieren; 2. Stoßlüften statt Kippfenster; 3. Spül- und Waschmaschinen voll beladen; 4. Zimmer individuell temperieren, d. h. Küche, Wohn- und Esszimmer 20°C, Schlafzimmer und Flur 15°C; 5. Folie hinter die Heizkörper kleben; 6. Backofen auf Umluft statt Ober-/Unterhitze stellen; 7. Durchlaufbegrenzer und Sparduschköpfe einsetzen; 8. Licht in nicht genutzten Räumen ausschalten; 9. Stecker ziehen (auch von Ladegeräten) und Steckdosenleisten mit Kippschalter nutzen; 10. Wasserkocher statt Herd für heißes Wasser nutzen.

Dies ist selbstverständlich kein Aufruf, in eine WG zu ziehen! Was für eine WG gilt, gilt jedoch auch für jede Familie und jeden Zwei-Personen-Haushalt. Ja, selbst, wenn Sie allein leben, können Sie sich mit sich selber darüber verständigen, wie nachhaltiges, energiesparendes Verhalten im Haushalt umgesetzt werden sollte, als ob Sie am Küchentisch mit mehreren anderen (in einer WG) darüber diskutieren würden. Zweifellos gibt es auch andere Orte und Gelegenheiten, sich mit anderen übers Energiesparen auszutauschen.

Schließlich können Eltern ihre Kinder in jungen Jahren dafür sensibilisieren, dass Gegebenheiten unserer modernen Welt nicht schlicht vorhanden sind, sondern Geld kosten und Einfluss auf Umwelt und Klima haben. Wer als Kind am Familientisch ernst genommen wurde und mit diskutieren konnte, wird auch im späteren Leben, ob in einer WG oder in der Gesellschaft überhaupt, mitreden können und wollen. In jungen Jahren eingeübtes Verhalten ist auch im Erwachsenenalter wirksam: Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht!