Titel Logo
Stadt Wadern
Ausgabe 4/2026
Stadtwerke Info
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Was der Härtegrad des Wassers bedeutet

Aus aktuellem Anlass hatten wir kürzlich bezüglich des Einsatzes von Streusalz geraten: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Beim Waschmittel verhält es sich ähnlich. Auf den Packungen finden Sie Hinweise für die richtige Dosierung je nach Härtegrad des Wassers. Sie sparen Geld, wenn Sie sich genau an die angegebene Menge der Waschmitteldosierungen halten und tragen zum Schutz der Umwelt und Gewässer bei, weil fast alle Waschmittel immer noch Substanzen enthalten, die in den Abwasseranlagen schwer abzubauen oder auszufiltern sind und – wenn auch nur in geringen Mengen – in unsere Gewässer und Böden gelangen können. Also, auf keinen Fall mehr Waschmittel einsetzen als nötig!

Der Begriff „Wasserhärte“ ist aus der angewandten Chemie in die Alltagssprache gekommen. Es gibt Härtegrade von 1 bis 3, welche die Konzentration von aus dem Boden gelösten Mineralien im Wasser anzeigen, vor allem Magnesium und Kalzium – umgangssprachlich meist als „Kalk“ bezeichnet. Je höher der Anteil im Wasser ist, desto „härter“ ist das Wasser. Angegeben wird die Wasserhärte in „Grad deutscher Härte“ (°dH). Man unterscheidet: Härtebereich 1 bei weniger als 1,5 mmol Calciumcarbonat je Liter (bis 8,4 °dH): weich; Härtebereich 2 bei 1,5 bis 2,5 mmol Calciumcarbonat je Liter (8,4 bis 14 14 °dH): mittel; Härtebereich 3 bei mehr 2,5 Calciumcarbonat je Liter (mehr als 14 ° dH): hart. Um es vorweg zu sagen: Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Wadern gibt es kein „hartes“ Wasser, und das ist auch gut so. Denn hartes Wasser führt zu Kalkablagerungen in Wasserkochern, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen und Rohren. Das kann den Energieverbrauch erhöhen, Geräte schneller verschleißen lassen und Reparaturen verursachen.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt: Für Waschmaschinen ist hartes Wasser kein Problem, da alle modernen Waschmittel bei richtiger Dosierung genügend Enthärter enthalten. Deshalb gilt jedoch: Je härter das Wasser, desto mehr Wasch- und Spülmittel wird benötigt. Wasserkocher oder Kaffeemaschinen lassen sich ggf. problemlos mit verdünnter Zitronensäure entkalken. Auf Fliesen und Armaturen kann hartes Wasser zwar Spuren hinterlassen, die aber bei einer Reinigung mit Essigwasser schnell wieder verschwinden – solche Spuren hinterlässt auch Wasser geringerer Härte, diese lassen sich aber leicht entfernen. Was die Aufnahme von hartem oder weichem Wasser für die Gesundheit bedeutet, lässt sich Folgendes sagen: Wasser mit vergleichsweise hohem oder niedrigem Mineralgehalt schadet der Gesundheit nicht. Denn der Körper braucht ohnehin Calcium und Magnesium, allerdings nehmen wir bei ausgewogener Ernährung normalerweise genügend Mineralien auf, deshalb ist es auch kein Nachteil, wenn das Wasser weich ist. Übrigens, weiches Wasser fühlt sich auf Haut und Haaren oft angenehmer an als hartes Wasser.

In unserem Versorgungsgebiet liegt laut aktueller Trinkwasseranalyse, wie gesagt, kein hartes Wasser vor. Weiches Wasser, also Härtebereich 1 mit jeweils 7,2 oder 7,3 °dH, gibt es in Bardenbach, Büschfeld, Vogelsbüsch, Dagstuhl, Gehweiler, Krettnich, Lockweiler, Altland, Morscholz, Noswendel, Nunkirchen, Steinberg, Wadern, Wadrill, Wedern und Reidelbach. In den Stadtteilen Nuhweiler und Löstertal hat das Trinkwasser den Härtebereich 2 (mittel) mit 11,4 °dH. Die Tabelle finden Sie auf unserer Homepage www.swwadern.de oder direkt unter dem Link https://www.swwadern.de/wasser/wasseranalyse (aufgerufen am 12. Januar 2026). Außerdem können Sie von dieser Seite aus die Berichte für einzelne Entnahmestationen in unserem Versorgungsgebiet von Trinkwasseruntersuchungen gemäß Trinkwasserverordnung als PDF-Dateien herunterladen. Dann können Sie – falls es für Sie von Interesse sein sollte – sogar die Angaben zu einzelnen Stoffen, Mineralien oder Spurenelementen einsehen; in den tabellarischen Darstellungen sind sowohl die konkreten Messergebnisse als auch die jeweiligen zugelassenen Höchstwerte angegeben.