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Stadt Wadern
Ausgabe 5/2026
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Auch beim Bügeln lässt sich Energie einsparen

Am einfachsten wäre es, denen, die vom Klimawandel und Gegenmaßnahmen nichts mehr hören wollen, das Feld zu überlassen. Das wäre aber unter anderem unvernünftig. Andererseits scheint es kaum noch Neues im Hinblick auf Klimaschutz, CO2-Ausstoß, Ressourcenverbrauch und Energiesparen zu geben – im Gegenteil: es droht Übersättigung mit Informationen und (daraus resultierend): Überdruss. Dennoch kann es hilfreich sein, immer wieder genauer hinzusehen, Meinung von Fakten zu unterscheiden und wohl begründete Schlüsse zu ziehen. Das gilt auch für das eigene Handeln und Denken. Angewandt auf diese unsere Artikelreihe im Amtsblatt kann z. B. gefragt werden: Gibt es noch einen Bereich im Alltag, der noch nicht im Hinblick auf mögliche Energiespartipps beleuchtet worden ist?

Siehe da! Es gibt ihn. An dieser Stelle haben wir noch nie über Energiesparen beim Bügeln gesprochen – jedenfalls war dies noch nie Schwerpunktthema. Also dann: Auch beim Bügeln lassen sich in bekannter Kombination tatsächlich Energie und Kosten sparen sowie das Klima schützen. Eine verlässliche Quelle ist das Umweltbundesamt. Auf seiner Homepage findet sich ein am 12.06.2025 aktualisierter Artikel mit dem Titel: „Bügeleisen: Auf Dampf verzichten und Energie sparen“ (https://www.uba.de/n12623de, aufgerufen am 24.01.2026).

Zusammengefasst empfiehlt das Bundesumweltamt, beim Kauf eines Dampfbügeleisens auf Funktionen wie Temperaturregler oder automatisches Abschalten zu achten, mit möglichst wenig Dampf zu bügeln, die Wäsche möglichst ohne zeitliche Unterbrechungen zu bügeln und feuchte Wäsche hängend zu trocknen, um starke Faltenbildung zu vermeiden. Die Umwandlung von Wasser in Dampf mache rund 90 Prozent des Stromverbrauchs eines Dampfbügeleisens aus. Übrigens seien Bügelstationen keine gute Alternative, denn sie verbrauchten in der Regel mehr Strom, weil über einen separaten Dampfgenerator mit größerem Volumen als die Wassertanks von Dampfbügeleisen Wasser (und zwar oft mehr als nötig) schnell und mit viel Druck erhitzt werde – bei entsprechendem Stromverbrauch.

Im Hinblick auf „das richtige Bügeleisen“ schreibt das Bundesumweltamt: „Aus Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltaspekten sollten Sie beim Kauf eines Dampfbügeleisens auf folgende Funktionen achten: Energieeffizienz bzw. Vorhandensein eines Ecomodus, Überhitzungsschutz, Kontrollleuchte, die anzeigt, ob das Dampfbügeleisen noch aufheizt, beziehungsweise ob die Temperatur erreicht ist, Dampfregler: (…) Mit einem Dampfregler wird nur dann Dampf erzeugt, wenn das Bügeleisen beispielsweise bewegt wird, Temperaturregler, der angibt, welche Temperatur für welche Materialien geeignet ist, Wassertank mit großer Einfüllöffnung für ein einfaches Einfüllen, Sprühdüse, um das Wasser aus dem Tank unmittelbar vor das Dampfbügeleisen auf das Wäschestück zu sprühen, automatische Abschaltfunktion, Entkalkungsfunktion, Reparierbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit sowie Herstellung mit einem Anteil an recycelten Materialien.“

Wie immer spielt das eigene Handeln die wichtigste Rolle. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie beim Bügeln überraschend viel Energie sparen. Das gelingt, wenn Sie die Wäsche möglichst gut schleudern und leicht feucht bügeln oder mit Wasser einsprühen. Die Temperatur sollten Sie clever einstellen, d. h. mit niedrigen Temperaturen (z. B. Synthetik) beginnen und sich nach oben vorarbeiten, so vermeiden Sie unnötiges Aufheizen. Oft reicht auch eine niedrigere Stufe völlig aus. Vermieden Sie möglichst auch, das Gerät öfter ein- und auszuschalten, und nutzen Sie Restwärme. Beachten Sie auch: Eine saubere Sohle gleitet besser und spart Zeit und Energie. Nicht zuletzt gilt: Nicht jede Wäsche muss gebügelt werden, einfaches Zusammenlegen ist häufig ausreichend. Und noch ein (etwas skurriler) Tipp: Hängen Sie die Wäsche ins Bad, Knitterfalten verschwinden manchmal schon durch Wasserdampf beim Duschen!