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Stadt Wadern
Ausgabe 7/2026
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Beim Wassertrinken ist jede(r) selbst verantwortlich

Zuletzt schrieben wir über die sogenannte „Handstraußregelung“ als Orientierung dafür, wie viele Pilze oder andere Pflanzen man aus dem Wald mit nach Hause nehmen kann. Fest steht: Ganz genau legt diese Regel die Menge nicht fest, so dass jede und jeder selbst ein vernünftiges Maß finden muss. So ähnlich scheint es sich mit den Empfehlungen bezüglich der täglichen Trinkwassermenge zu verhalten. Zwar gibt es Angaben von verlässlichen Stellen dazu, die ein gute Orientierung sind, aber letztlich muss jede und jeder selbst herausfinden, welche Wassermenge es sein sollte. Und dabei muss man normalerweise auch nicht allzu streng die empfohlenen oder selbst ermittelten Mengenvorgaben einhalten.

Rechtlich von Belang ist die Trinkwasserverordnung, welche die europäische Trinkwasserrichtlinie in deutsches Recht umsetzt und sicherstellt, dass Trinkwasser in Deutschland gesundheitlich unbedenklich, rein und genusstauglich ist. Der Gesetzgeber regelt mit der Trinkwasserverordnung außerdem, dass die Wasserqualität regelmäßig überwacht wird, die Versorgung und eingesetzte Materialien hohe Standards erfüllen und die Verbraucher informiert werden. Auf Verbraucherseite gibt es im Umgang mit Umgang mit Trinkwasser jedoch keine Vorschriften (abgesehen von strafbaren Handlungen z. B. in Bezug auf den Grundwasserschutz). Fehlverhalten ist jedoch keineswegs ausgeschlossen. Neben unnötiger Wasserverschwendung gehören dazu auch Phänomene wie: zu wenig und zu viel oder zwanghaft Wasser trinken, den ganzen Tag kaum trinken und abends sehr viel, vermeiden von Leitungswasser zugunsten von zucker-, alkohol- oder koffeinhaltigen Getränken, Ablehnung von Leitungswasser aus vorgeblichen Geschmacks- oder Kontrollgründen, Ignorieren medizinischer Empfehlungen usw. Wie bei der Handstraußregelung (s.o.) ist nicht alles genau vorgeschrieben; es kommt darauf an, die für sich passende Form zu finden.

Dennoch gibt es allgemeine, vertrauenswürdige Empfehlungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät: „Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag, am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee. Trinkwasser aus der Leitung ist ein frisches, sicheres und einfach verfügbares Lebensmittel. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert.“

(https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/#c6461, aufgerufen am 05.02.2026). Was die Wassermenge angeht, gibt es allerdings abweichende Empfehlungen. Wichtig ist vor allem die individuelle Situation: Wer bestimmte Krankheiten hat und Medikamente zu sich nimmt, Sport treibt, körperlich schwere Arbeit verrichtet usw. braucht unter Umständen mehr Wasser pro Tag. Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle. Ausführliche Infos bietet der Wikipedia-Eintrag „Trinken“ und die Seite forum-trinkwasser.de. Ein einfacher, bewährter Ratschlag ist: „Man sollte einfach auf seinen Körper hören. Er signalisiert, wenn er ein Zuviel an Wasser hat, ebenso wie er ein zu wenig an Wasser durch Durst anzeigt. Und wer sich an die Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält und täglich 1,5 bis zwei Liter Wasser trinkt, tut sich und seinem Körper Gutes“ (https://forum-trinkwasser.de/wasser-hat-viele-positive-wirkungen/ aufgerufen am 05.02.2026). Den Hausarzt zu fragen, ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Noch ein paar einfache Tipps: Trinken Sie morgens nach dem Aufstehen ein Glas von unserem guten Leitungswasser. Das tut Ihrem Körper gut. Für die Verdauung ist es auch förderlich, vor dem Essen Wasser zu trinken. Das hilft sogar beim Abnehmen, weil der Körper die Wassermenge quasi mit berücksichtigt, wenn er Sättigungssignale aussendet. Allerdings müssen Sie dann natürlich diese Signale wiederum beachten. Übrigens kommen Sie dann auch recht schnell auf die allgemein empfohlene Trinkmenge, ohne ständig etwas zum Trinken dabei haben zu müssen.