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Amtsblatt der Stadt Schleusingen
Ausgabe 2/2026
Seniorenbeirat
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„Silberbraut“ lässt Roten Ochsen wackeln

Wenn im Roten Ochsen die Wände wackeln und selbst der Pfannkuchen vor Lachen vom Teller zu hüpfen droht, dann kann das nur eines bedeuten: Renate Sittig ist im Haus!

Am 13. und 15. Februar plauderte die waschechte Breitenbacherin aus dem Nähkästchen - und was da alles herauspurzelte, ließ kein Auge trocken. Glück hatte, wer überhaupt noch eine Karte ergattern konnte. Der Ansturm war nämlich rekordverdächtig. „60 Anmeldunge in 24 Stund - isch konnts net fasse - ich hab koarz gedacht - hädde mer des lieber gelasse“, berichtete Uschi Zwiener in ihrer hessischen Büttenrede und rang dabei selbst nach Luft vor Lachen.

Mit so einem Run hatte der Seniorenbeirat nun wirklich nicht gerechnet. Kurzerhand wurde eine zweite Veranstaltung aus dem Hut - oder besser gesagt aus der Bütt - gezaubert. Doch auch diese war schneller ausverkauft als frische Krapfen an Fasching.

Charmant und mit viel Humor führte Marianne Didschuneit durch das närrische Programm. Uschi Zwiener gab alles im hessischen Dialekt, Marianne konterte in Stänicher Mundart - und Renate? Die lieferte natürlich in 1A-Brädebocher Sprouch. „Wir sind ein bisschen multikulti - aber ihr versteht uns!“ beruhigte das Trio vorsorglich das Publikum, das ohnehin Tränen lachte. Unterstützung kam zudem von Conny Gleichmann aus St. Kilian, die als glühender Fan des Stargasts die Bütt eroberte.

Wer Renate von früher kennt, wusste: Das darf man nicht verpassen! Mit ihrer „Silberbraut“ brachte sie den Saal zum Toben. Am Sonntag wurde sogar der Bürgermeister charmant ins Visier genommen - „Solch ein Mannsbild habe ich noch nie gesehn!“ - er spielte das Spiel mit, was diesem ein Schmunzeln und dem Publikum einen weiteren Lachanfall bescherte.

Natürlich durften auch die Klassiker nicht fehlen: Reisewünsche, die „Sehnsucht nach dem Haititer“, die „Jugendliebe“ und die legendäre „LKW-Fahrt von Wölfer und Manni“ sorgten für Begeisterungsstürme.

Was viele nicht wissen: Hinter dem närrischen Ausnahmezustand steckte eine beeindruckende Portion Organisationstalent. Der Seniorenbeirat hatte die Veranstaltung mit viel Herzblut vorbereitet - tatkräftig unterstützt auch von helfenden Händen „von außen“, ohne die ein solcher Kraftakt kaum zu stemmen gewesen wäre. Vom Anmeldeprozedere über die Dekoration bis hin zur Bewirtung lief alles reibungslos - und das mit bemerkenswerter Gelassenheit. Dahinter steht wahrlich ein harmonisches, bestens eingespieltes Team. Und weil’s so schön war, steht jetzt schon fest: Der Fasching kommt wieder! Auch im nächsten Jahr will der Seniorenbeirat die Narren erneut zusammenbringen - wenn es wieder heißt: Bütt frei, Humor an und Alltag aus!

Ganz nach dem Motto: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Doch an diesen Nachmittagen war noch lange nicht Schluss. Bei Pfannkuchen, Kaffee, Getränken und dem ein oder anderen Gläschen Sekt wurde bei närrischer Musik weiter gefeiert, geplauscht und sicherlich schon die nächste Pointe geboren.

Der Seniorenbeirat darf sich freuen - der nächste Lachanfall kommt bestimmt.