das Jahr hat schon seit einiger Zeit begonnen, trotzdem wünsche ich Ihnen / Euch noch ein gesundes und vor allem friedliches neues Jahr 2026. Mögen Eure / Ihre Erwartungen und Wünsche für das neue Jahr in Erfüllung gehen. Mein größter Wunsch ist, dass der Weltfrieden erhalten bleibt und dass endlich diese sinnlosen Kriege auf der Welt aufhören, die Keiner braucht und die nur unendliches Leid und Hass unter den Menschen auslösen.
Anfangen möchte ich den Bericht für das Saalfelder Höhenpanorama mit einer traurigen Nachricht.
Unsere ehemalige Schmiedefelder Bürgermeisterin Helga Müller ist am 30.12.2025 im Alter von 95 Jahren verstorben. Helga Müller hat viele Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin und von 1983 bis 1990 als Bürgermeisterin sich um die Belange von Schmiedefeld und der Bürgerinnen und Bürgern gekümmert.
Dass damals das öffentliche Leben funktionierte, daran hatte sie einen großen Anteil. Probleme waren für sie da, damit man sie löst. Oft hat sie im Ort selbst mit angepackt, damit es vorwärts geht. Sie führte den Ort durch bewegte Zeiten: als die DDR dem Ende entgegen ging und die Anfangszeit der Wende. An der 575-Jahrfeier von Schmiedefeld hatte sie einen großen Anteil an der Organisation der Veranstaltung. Sie unterstützte Bauprojekte im Ort und war immer bestrebt, die Lebensbedingungen der Einwohner von Schmiedefeld zu verbessern. Dass man mit den Planungen zum Bau des Schmiedefelder Schaubergwerkes begonnen hatte, daran hatte sie mitgewirkt.
Auch nach dem Ende ihrer Tätigkeit als Schmiedefelder Bürgermeisterin war Helga Müller immer auf Achse für den Ort, die Menschen und deren Vereine. Aktiv tätig war sie für das Schaubergwerk Morassina, arbeitete aktiv im Thüringer Waldverein sowie engagierte sich in der Schmiedefelder AWO, mit der sie bis zu ihrem Tode immer eng verbunden war. Unvergessen in Schmiedefeld und Umgebung waren ihre Auftritte mit der AWO-Laienspielgruppe. Gemeinsam mit Marga Seidel sowie Dora Liebmann erfreute sie viele Menschen aus dem Ort und der Region mit ihrem Spiel. Die dabei verwendeten Kostüme waren immer der Hit. Als Wildecker Herzbuben haben sie den Originalen echt Konkurrenz gemacht. Da tobte der Saal. Wie gesagt, es war nicht nur schön, es war ein Erlebnis dieser Laienspielgruppe zuzusehen. Lange Jahre war sie Mitglied im Vorstand des Thüringer Waldvereines Schmiedefeld. Sie organisierte und half mit bei Feiern des Vereines, plante Ausflüge und Wanderungen, dokumentierte den Ablauf der Vorstands- und Vereinssitzungen, war rund um die Vereinsarbeit des Vereines bemüht. Ohne Helga Müller war vieles undenkbar. Natürlich hatte sie die anderen Schmiedefelder Vereine immer im Blick, half aus, wenn Not am Mann war oder besuchte ihre Veranstaltungen. Erinnern möchte ich an ihre Rede zum 170. Gründungsjubiläum des Schmiedefelder Männerchores im Jahr 2013. Die kam aus dem Herzen und würdigte die jahrelange ehrenamtliche Arbeit der Schmiedefelder Sänger.
Helga Müller lebte für den Ort Schmiedefeld und für die Menschen, die hier wohnen. Sie war streitbar bei Angelegenheiten, die ihr nicht gefallen haben. Trotzdem blieb sie bei Meinungsverschiedenheiten immer fair und vertrat ehrlich ihren Standpunkt. Die Stadt Saalfeld, als Nachfolger der Gemeinde Schmiedefeld, bedankte sich bei Helga Müller zu ihrem neunzigsten Geburtstag mit der Verleihung der Ehrennadel der Stadt Saalfeld/Saale in Gold. Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania hatte sie ihr persönlich überreicht.
Wir werden Helga Müllers Andenken in Ehren halten und bedanken uns für ihr Leben und Wirken hier in Schmiedefeld.
In der AWO Schmiedefeld hatte sich Helga Müller immer sehr wohl gefühlt, da dort sehr viel für die hier lebenden Seniorinnen und Senioren getan wird. Hier wird jeden Dienstag zum Kaffeetrinken eingeladen, bei schönen und interessanten Gesprächen und Kartenspiel. Es werden Busfahrten in die nähere Umgebung organisiert und natürlich wird öfters mal gefeiert.
Wie Anfang Dezember. Da fand, wie jedes Jahr, die große Weihnachtsfeier der AWO Schmiedefeld statt. AWO-Leiterin Carmen Weigel hatte mit ihrem Team wieder einiges auf die Beine gestellt. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schmiedefeld erfreuten die Anwesenden mit einem schönen Programm zur Weihnachtszeit. Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania und ich, in der Funktion als Schmiedefelder Ortsteilbürgermeister, überbrachten den Seniorinnen und Senioren weihnachtliche Grüße und Wünsche.
Der Weihnachtsmann gab sich die Ehre und hatte für jeden ein kleines Geschenk mitgebracht. Musikalisch gestaltete den Nachmittag die Gruppe Kantholz aus Neuhaus am Rennweg mit volkstümlichen Liedern sowie Liedern aus der Weihnachtszeit.
Mit einem gemeinsamen Abendessen endete die Veranstaltung.
Zum ersten Advent, am 30.11.2025, hatte das Schaubergwerk Morassina zum Grottenadvent im Schmiedefelder Schwefelloch eingeladen. Geboten wurde einiges. Zum Konzert in die Stahlblaue Grotte kamen die Sonneberger Vokalisten. Sie boten in wunderbarer Akustik ein sehr schönes Programm aus Liedern sowie dazu Theatereinlagen.
Im Anschluss durften die Kinder ran und wurden im Zuge der Wichtelführung durch die farbenprächtige Märchenwelt unter dem Saalfelder Ortsteil Schmiedefeld geführt. Natürlich durfte der Weihnachtsmann nicht fehlen und der beschenkte die Kinder reichlich. Im Empfangsgebäude konnten die Kinder am Bastelstand ihre Fähigkeiten beweisen. Wer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen hatte, der hatte die Möglichkeit, an den Verkaufsständen im Gebäude die noch eventuell fehlenden Geschenke zu erwerben.
Für Speis und Trank war bestens gesorgt. Kaffee, Kuchen, gebackene Waffeln und Glühwein gab es in großer Menge. Wer es deftiger mochte, der war am Rost der Schmiedefelder Feuerwehr genau richtig oder besuchte die Morassinagaststätte gleich im Anschluss neben dem Schaubergwerk.
Alles in allem eine wieder gelungene und schöne Veranstaltung des Morassinateams und seinen vielen fleißigen Helfern hier im Schwefelloch von Schmiedefeld. Die Schmiedefelder Feuerwehr sorgte wieder dafür, dass es keine Zufahrts- und Parkplatzprobleme zur Veranstaltung gab. Man konnte im Ort parken und wurde durch einen Busshuttle zur Veranstaltung hin- und wieder zurückgebracht.
Die Hortkinder der Grundschule Schmiedefeld schmückten am Freitag vor dem ersten Advent den aufgestellten Weihnachtsbaum am Park der Straße der Einheit in Schmiedefeld mit selbst bemalten Weihnachtskugeln.
Die Rohlinge der Kugeln sowie den am Park aufgestellten Baum sponsorte der Schmeller Straßenverein. Die aus Plaste bestehenden Kugeln wurden in mehreren Wochen mit viel Fleiß und verschiedenen Techniken und Arbeitsschritten sowie Farben bemalt und verziert. Wenn man die Kugeln nach Fertigstellung betrachtet, sind diese sehr gut gelungen und werten den am Park aufgestellten Weihnachtsbaum auf.
Hilfe erhielten die Hortkinder der Schmiedefelder Grundschule durch das Hort- und Lehrerpersonal der Grundschule. Da mehr Weihnachtsbaumkugeln durch die Hortkinder hergestellt worden sind, als der dafür vorgesehene Weihnachtsbaum hätte tragen können, wurden die restlichen Weihnachtsbaumkugeln am aufgestellten Weihnachtsbaum vor dem Schmiedefelder Feuerwehrgerätehaus aufgehangen.
Eine sehr schöne Aktion der Hortkinder der Grundschule Schmiedefeld unterstützt durch den Schmeller Straßenverein.
Ein großes Dankeschön geht auch wieder an die Stadtverwaltung Saalfeld/Saale, die durch den Bauhof am Weltkriegsdenkmal einen sehr schönen Weihnachtsbaum aufstellen ließ. Ein Hingucker zur Weihnachtszeit.
Bedankt habe ich mich am Heiligen Abend mit den Ortsteilratsmitgliedern Gunnar Franke sowie Robert Körner bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rettungswache Schmiedefeld. Sie leisten hier eine sehr wichtige Arbeit für die hier lebende Bevölkerung sowie darüber hinaus fahren sie Einsätze, wenn Hilfe auch etwas weiter entfernt benötigt wird. Dafür ganz großen Dank und Anerkennung.
Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an die Kameradinnen und Kameraden unserer Schmiedefelder Feuerwehr. Bei Bränden, Beseitigung von Ölspuren, Tragehilfen, Absicherung von Unfallhilfen u.v.m. sind die Kameradinnen und Kameraden zur Stelle und helfen. Das natürlich ehrenamtlich und rund um die Uhr. Davor kann ich nur den Hut ziehen und mich bedanken.
Schön wäre es, wenn sich die Mitgliederzahl der Feuerwehr Schmiedefeld weiter erhöhen würde. Jede Bürgerin und jeder Bürger von Schmiedefeld sollte sich einmal hinterfragen, ob es nicht doch möglich wäre, der aktiven Truppe beizutreten, um zu helfen und zu unterstützen. Denn es gibt nichts Schlimmeres, wenn Hilfe benötigt wird und keiner zur Verfügung steht, der helfen kann. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein und mal in sich gehen.
Traditionell am 24.12.2025 fand wieder der Gottesdienst zum Heiligen Abend in der Schmiedefelder Kirche statt. Nur dieses Mal nicht wie gewohnt mit Oberpfarrer Fröbel, der wurde ja mit seiner Frau im Herbst 2025 in den Ruhestand verabschiedet. Dieses Mal führte durch den Gottesdienst die extra aus Weimar angereiste Regionalbischöfin Frau Dr. Fredericke Spengler, die es verstand, mit ihrer Predigt sowie Worten zur Weihnachtszeit sowie Weihnachtsliedern, einen schönen Gottesdienst zu gestalten.
Sehenswert war auch das zum Gottesdienst gespielte Krippenspiel. Wieder in einer neuen Fassung und toll gespielt durch seine Darsteller. Besonders das mitspielende Kamel hat sehr für Belustigung bei den anwesenden Gästen des Gottesdienstes gesorgt. Super dargestellt. Vielen Dank für den schönen Abend.
Noch eine Information zur leidigen Unfallstelle auf der B281 zwischen der Einfahrt Straße Am Bahnhof und Bahnübergang. Nach dem nun sechsten Unfall an dieser Stelle im Zeitraum der letzten vier Jahre werden jetzt Warnschilder an den noch zu reparierenden Leitplanken angebracht sowie das Schild abbiegende Hauptstraße, das vor über zwanzig Jahren vor der Einfahrt zur Straße Am Bahnhof entfernt worden ist, wird wieder aufgestellt.
Mal sehen, ob diese Maßnahme Erfolg hat.
Die abgestorbenen Fichten am Friedhof Schmiedefeld wurden von der Stadtverwaltung zur Fällung in Auftrag gegeben. Der Sturm 2024 hatte sie stark in Mitleidenschaft gezogen und Trockenheit und Borkenkäfer gaben ihnen den Rest. In der letzten Zeit stellten sie eine Gefahr für die Benutzer des Friedhofsweges und die Gäste des Friedhofes dar.
Jetzt, nach der Fällung der Fichten, ist die Gefahr beseitigt.
Ich wünsche Ihnen / Euch noch eine schöne Zeit.
Bleiben Sie / bleibt gesund.
Ihr / Euer Ortsteilbürgermeister
Ulrich Körner