Ein unbeschwerter Abend mit Freunden, ein prickelndes Getränk und dann ein plötzlicher Blackout: In der vergangenen Faschingssaison kam es im Saale-Orla-Kreis zu einzelnen Verdachtsmomenten, dass Gäste auf Veranstaltungen Opfer von K.O.-Tropfen geworden sein könnten.
K.O.-Tropfen, oft als „Liquid Ecstasy“ bekannt, sind geruch- und geschmacklos und werden meist unbemerkt in Getränke gemischt. Innerhalb kurzer Zeit führen sie dazu, dass man willenlos, teilnahmslos und handlungsunfähig wird. Besonders Mädchen und Frauen laufen Gefahr, dadurch Opfer sexueller Gewalt zu werden.
Um die Sicherheit aller Gäste zu gewährleisten und das Bewusstsein für diese Problematik zu schärfen, haben das Jugendamt des Saale-Orla-Kreises und das Netzwerk gegen häusliche Gewalt eine gemeinsame Sensibilisierungskampagne ins Leben gerufen. Unter dem Motto: „Party?! – aber sicher! Lass Dich nicht K.O.-Tropfen“, soll mit verschiedenen Infomaterialien möglichst flächendeckend im Landkreis aufgeklärt und darüber informiert werden, wie man sich bei Verdachtsfällen verhalten sollte und was man zur Vorbeugung tun kann, damit es gar nicht erst so weit kommt. So haben zum Beispiel alle Karnevalsvereine im Landkreis Plakate und Infomaterial zu den Wirkungen und Gefahren erhalten, um diese bei den anstehenden Veranstaltungen auszuhängen und auszulegen. Außerdem macht die Kampagne auf Hilfsmittel, wie z.B. wiederverwendbare Glas-Abdeckungen aufmerksam, die als Arm- oder Haarband getragen werden können. So können Partygäste das eigene Getränk vor dem unerlaubten Zugriff fremder Personen schützen. Allerdings sind die Täter nicht immer Fremde, sondern können auch Freunde oder Bekannte sein, weshalb immer Vorsicht geboten ist.
Für einen sicheren Veranstaltungsbesuch gilt daher:
Im Ernstfall sollte nicht gezögert werden, sofort die Polizei oder einen Krankenwagen über den Notruf 110 zu verständigen.
Alle Informationsmaterialen und weiterführende Hinweise stehen auch auf der Internetseite des Landratsamtes im Bereich Saale-Orla-Kreis / Kinder, Jugend, Familie & Soziales / Jugendschutz zur Verfügung.
Text: Pressestelle Landratsamt