Die Witterungsbedingungen der letzten Wochen stellten die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei vor große Herausforderungen, denn Schneefall und Glättegefahr machten auch vor Wochenenden und Feiertagen keinen Halt.
„Die Wetterbedingungen der vergangenen Wochen haben unserer Kreisstraßenmeisterei einiges abverlangt. Mein herzlicher Dank gilt daher allen Winterdienstfahrern, die bei Tag und bei Nacht unermüdlich für schnee- und eisfreie Straßen im Einsatz waren und dafür gesorgt haben, dass wir alle sicher an unsere Ziele kommen konnten“, lobte Landrat Christian Herrgott die Arbeit der Straßenwärter im Saale-Orla-Kreis.
Leider mussten aufgrund von Vandalismus auf der Kreisstraße zwischen Schleiz und Oberböhmsdorf am Neujahrestag auch außerplanmäßige Arbeiten durchgeführt werden. In der Silvesternacht wurden an den Randbereichen der Straße Leitpfosten und Schneepfähle herausgerissen und auf die anliegenden Felder geworfen, sodass aufgrund der starken Schneeverwehungen der Straßenverlauf teilweise nicht mehr erkennbar war.
Die Kreisstraßenmeisterei des Saale-Orla-Kreises kümmert sich auf den 79 Kreisstraßen der Region mit einer Gesamtlänge von 275 Kilometern um den Winterdienst inklusive Räum- und Streudienst. „Auch auf vielen Ortsdurchfahrten sind die insgesamt zwölf Fahrzeuge mit Winterdienstausrüstung im Einsatz. Insgesamt gibt es drei Standorte in Pößneck, Wüstendittersdorf bei Schleiz und Bad Lobenstein mit jeweils vier Fahrzeugen“, erläutert Andreas Freund, Leiter des Sachgebietes Tiefbau.
Das Winterdienstnetz besteht aus insgesamt zwölf fest geplanten Routen – von Pößneck, Schleiz und Bad Lobenstein aus werden jeweils vier Routen abgefahren. Bei dauerhaftem Schneefall und Schneeverwehungen auch mehrfach hintereinander. Jährlich werden im Landkreis zudem 8000m Schneefangzäune aufgestellt. Diese erleichtern den Winterdienst an Stellen, die von starken Verwehungen betroffen sind, erheblich.
„In Vorbereitung des Winterdienstes wurden insgesamt circa 1600 Tonnen Salz (NaCl-Natriumchlorid) an den drei Standorten eingelagert“, nennt der Sachgebietsleiter eine Kennzahl. Die Planungen des Winterdienstes finden immer bereits Anfang des Jahres für den jeweils kommenden Winter statt. „Die Ausschreibung und der Ankauf für Streusalz werden bis zum Mai abgeschlossen, da in dieser Zeit die Preise am günstigsten sind“, erklärt Andreas Freund hierzu. Aufgrund der im Vergleich zu den Vorjahren sehr winterlichen Wetterbedingungen in den vergangenen Wochen ist der Verbrauch an Streusalz in diesem Jahr hoch und eine Nachbestellung von Salz bereits im Gange.
Generell gilt: Kein Winterdienst funktioniert ohne den Menschen. Im Normalfall wird die Aufgabe in zwei Schichten von Montag bis Freitag von 3 Uhr bis 20 Uhr abgedeckt. An Wochenenden und Feiertagen sowie bei außergewöhnlichen Witterungsbedingungen – etwa Regen mit Glatteisbildung, starken Schneefällen oder Schneeverwehungen – wird der Einsatz zudem durch den witterungsbedingten Rufbereitschaftsdienst abgesichert. Für den reibungslosen Ablauf des Winterdienstes im Saale-Orla-Kreis sind insgesamt 25 Straßenwärter und ein Straßenmeister verantwortlich.
Text & Foto: Pressestelle Landratsamt