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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 2/2021
Nichtamtlicher Teil
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Unterstützung der Bundeswehr zur Pandemiebekämpfung weiterhin gefragt

Landrat Thomas Fügmann (links) und Amtsarzt Dr. Torsten Bossert (3. v. l.) schilderten dem Kommandeur des Bundeswehr-Landeskommandos Thüringen, Oberst Georg Oel (2. v. l.), die momentane Pandemielage im Saale-Orla-Kreis. Seit Ende November unterstützen sechs Soldaten das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung.

Ob im Zuge der Kontaktpersonenermittlung, als helfende Hände in personell gebeutelten Altenheimen und Krankenhäusern oder für die Gewährleistung der planmäßigen Arbeit in den Impfzentren der Republik: Dass das Pandemiegeschehen in Deutschland trotz weiterhin zu hoher Fallzahlen einigermaßen im Zaum gehalten wird, liegt auch an der nahezu flächendeckenden Unterstützung der Bundeswehr.

Rund 18.000 Soldatinnen und Soldaten – und damit etwa sechsmal so viele, wie derzeit bei Auslandseinsätzen stationiert sind – kämpfen in diesen Tagen und Wochen innerhalb der deutschen Grenzen an der Seite von Gesundheitsämtern, Pflegekräften und Ärzten gegen das Corona-Virus und dessen Auswirkungen. So auch im Saale-Orla-Kreis, wo das Landratsamt seit dem 30. November durch sechs Soldaten bei der so wichtigen Kontaktnachverfolgung unterstützt wird.

Von deren Arbeit machte sich am 10. Februar der Kommandeur des Landeskommandos Thüringen, Oberst Georg Oel, bei einem Vor-Ort-Besuch ein Bild. Sowohl Landrat Thomas Fügmann als auch Amtsarzt Dr. Torsten Bossert zeigten sich dabei äußerst zufrieden mit der Unterstützung durch die Streitkräfte. „Die Soldaten haben uns in einer sehr schwierigen Zeit mit hohen Infektionszahlen viel Arbeit abgenommen und entscheidend dazu beigetragen, dass unser Gesundheitsamt arbeitsfähig blieb. Dafür und auch für die sehr unkomplizierte Zusammenarbeit möchte ich mich herzlich bedanken“, sagte Landrat Fügmann.

„Wir als Bundeswehr sind stolz darauf, dass wir dazu beitragen, Leben zu retten“, entgegnete Oberst Oel und hielt fest, dass der Dienst der Streitkräfte auch von der Bevölkerung wohlwollend anerkannt werde. Darin, dass das Landratsamt seine Aufgaben perspektivisch aber wieder selbstständig wahrnehmen soll, waren sich alle Beteiligten einig.

Wann es aber soweit sein wird, ist noch offen. Der Hilfsvereinbarung zwischen Landkreis und Bundeswehr wurde Mitte Februar – mit nur noch vier statt sechs Soldaten – bis zum 12. März verlängert. Sollte es nötig sein, kann das Kontingent auch wieder aufgestockt werden. Finanzielle Probleme bereitet der Einsatz dem Saale-Orla-Kreis nicht, da die Amtshilfe der Bundeswehr im Rahmen der Pandemiebekämpfung kostenfrei erfolgt.

Neben der Bundeswehr-Unterstützung für das Gesundheitsamt in Schleiz und Pößneck sind zwei weitere Soldaten in der Impfstation in Pößneck im Einsatz. Im Schichtbetrieb sorgen sie dort vor allem für einen reibungslosen organisatorischen Ablauf beim Anleiten der Impfwilligen.

Text und Foto: Pressestelle LRA