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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
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Richtfest für die neue Rettungswache in Liebschütz

Bei einer kleinen Andacht anlässlich des Richtfestes spendeten Pfarrerin Anne Boelter und Pastorin Stephanie Ladwig gemeinsam den kirchlichen Segen für den Bau, den sie als Ort der Barmherzigkeit und Nächstenliebe bezeichneten.

Nach einer Bauzeit von nur drei Monaten konnte in Liebschütz Richtfest für die neue Rettungswache gefeiert werden. Frank Rochler hielt den traditionellen Richtspruch, während Susanne Rochler den letzten Nagel in den Dachstuhl schlug.

Ende Oktober vergangenen Jahres war der Grundstein für das Gebäude gelegt worden. Bereits im November wurden im familieneigenen Sägewerk die Wände des Holzrahmenbaus gefertigt, im Dezember der Dachstuhl abgebunden und schließlich innerhalb nur einer Woche gestellt. Dass die Rettungswache überhaupt gebaut werden kann, ist der privaten Initiative von Familie Rochler zu verdanken, die tief im Zimmererhandwerk verwurzelt ist. Nach der Gründung der Stiftung „Rochler 2025“ und dem Erwerb des Grundstücks von der Gemeinde trieb die Familie den Bau in Eigenregie voran.

„Es ist ein Glücksfall für unsere Region, dass Familie Rochler diese mutige private Initiative ergriffen hat, um die notfallmedizinische Versorgung im Saale-Orla-Kreis nachhaltig zu stärken. Denn der Bau einer neuen Rettungswache wäre für den Landkreis allein nicht zu schultern gewesen“, erklärte Landrat Christian Herrgott. „Mein besonderer Dank gilt daher Familie Rochler und allen Beteiligten, die mit ihrer harten Arbeit und ihrem unermüdlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass hier in Liebschütz in Rekordzeit eine moderne Rettungswache entsteht, die den Rettern künftig optimale Arbeitsbedingungen bietet“, so Herrgott weiter.

Moderne Arbeitsbedingungen für das Rettungsfachpersonal

Die neue Wache wird das seit 2021 genutzte Provisorium im Gemeindeverwaltungsgebäude in Remptendorf ablösen. Für die Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes werden sich die Arbeitsbedingungen durch großzügige Umkleide- und Waschräume, Ruhezimmer sowie moderne Büros und einen Schulungsraum entscheidend verbessern.

„Es war uns eine Herzensangelegenheit, eine Umgebung zu schaffen, in der sich die Mitarbeiter wirklich wohlfühlen können. Wir haben bewusst Rückzugsräume und eine Terrasse eingeplant, damit die Rettungsdienstmitarbeiter sich nach ihren oft kräftezehrenden Einsätzen erholen können und jeden Tag gerne an ihren Arbeitsplatz zurückkehren“, erklärt Bauherrin Susanne Rochler beim Rundgang durch das im Bau befindliche Gebäude. Außerdem soll die moderne Infrastruktur dazu beitragen, junge Menschen für eine Ausbildung im Rettungsdienst zu gewinnen, da Fachkräfte auch hier dringend gesucht werden.

Ein besonderer Dank der Bauherrin galt den zahlreichen Firmen, die die Planung und den Bau begleitet haben, sowie den Mitarbeitern des eigenen Sägewerks für ihre herausragende Leistung. Außerdem betonte sie, dass das Projekte ohne die Unterstützung und den grenzenlosen Einsatz ihrer Familie nicht möglich gewesen wäre. Die Inbetriebnahme der neuen Rettungswache ist nach aktuellem Plan für das Ende des dritten Quartals dieses Jahres vorgesehen.

Text & Foto: Pressestelle Landratsamt