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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
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Gemeinsam für die Region: Einigung zwischen dem Landkreis und der Stadt Hirschberg ebnet Weg für wichtige Investitionen

Mit der Unterzeichnung des Vergleichs zwischen dem Landkreis und der Stadt Hirschberg wird ein Streitthema der vergangenen Jahre im beiderseitigen Einverständnis beigelegt, sodass man nun gemeinsam in die Zukunft schauen kann.

Die Stadt Hirschberg und der Saale-Orla-Kreis haben den Streit um die Kreisumlage der vergangenen Jahre außergerichtlich beigelegt und einen wegweisenden Vergleich geschlossen. Damit wird der Konflikt in beiderseitigem Einvernehmen ohne juristische Auseinandersetzung beendet und der Weg für entscheidende Investitionen in die lokale Infrastruktur und Lebensqualität geebnet.

Inhalt der Vereinbarung ist die Rücknahme der Widersprüche Hirschbergs gegen die Kreisumlage der Jahre 2023 bis 2025. Im Gegenzug unterstützt der Landkreis die finanziell stark unter Druck stehende Stadt mit bis zu 142.000 Euro für zweckgebundene Investitionen und Projekte. Landrat Christian Herrgott betont die Vorteile dieser gütlichen Einigung: „Wir sparen uns die Gerichtskosten und investieren das Geld lieber sinnvoll in Maßnahmen für die Bevölkerung hier vor Ort“. Auch Patricia Duch, die Bürgermeisterin von Hirschberg, zeigt sich sichtlich erleichtert. „Durch den Vergleich sind wir jetzt in der Lage, etwas für die Spielplätze, den Sportplatz und unser Freibad zu tun, was ohne die Hilfe des Landkreises für Hirschberg aktuell nicht umsetzbar gewesen wäre. Die Hilfe kommt also direkt bei den Menschen an. Das war uns bei den Verhandlungen besonders wichtig und deswegen waren wir uns auch recht schnell einig“, so die Bürgermeisterin.

Priorität für die Sparnberger Saale-Brücke

Das wichtigste Ziel des Vergleichs ist die Sanierung der seit 2024 gesperrten Saale-Brücke bei Sparnberg. Da es sich hierbei um eine kommunale Brücke handelt, die sich im Eigentum der beiden Gemeinden Hirschberg und Berg befindet, obliegt auch die Sanierung den Gemeinden und nicht dem Landkreis. Um in das Thüringer Landes-Förderprogramm für den Bau und Ausbau kommunaler Straßen aufgenommen zu werden, muss eine fertige Planung vorliegen. Die Planungskosten von rund 100.000 Euro kann die Stadt Hirschberg jedoch aufgrund der prekären Haushaltslage nicht stemmen. Deshalb übernimmt der Landkreis nun den Hirschberger Anteil, um eine Realisierung des Projektes zu ermöglichen.

Für Landrat Christian Herrgott steht fest, dass die Straße vor allem für viele Pendler im Saale-Orla-Kreis eine große Bedeutung hat: „Die Brücke in Sparnberg ist eine wichtige Verbindung. Deshalb gehen wir diesen Schritt und greifen der Stadt Hirschberg bei der Sanierung unter die Arme. Die Menschen vor Ort brauchen diese Brücke, sei es für ihren Arbeitsweg oder für alltägliche Besorgungen. Außerdem wird durch eine Sanierung auch der Rettungsweg aus Richtung Bayern künftig wieder verkürzt“, unterstreicht der Landrat die Notwendigkeit dieser Maßnahme. Gemeinsam mit der bayerischen Nachbargemeinde Berg, die ein Drittel der Kosten trägt, soll bereits im zweiten Quartal 2026 die Planung beauftragt werden.

Neben der Brücke profitieren auch weitere wichtige Einrichtungen der Stadt von der Einigung. So fließen finanzielle Mittel in die Instandhaltung und technische Ausstattung des Sportplatzes sowie die Wartung des Freibades und auch die Sanierung von Spielplätzen und dem Bolzplatz wird dadurch ermöglicht.

Text und Foto: Pressestelle Landratsamt