In seiner Sitzung am 23. Februar - und damit spürbar früher als in den vergangenen Jahren - beschloss der Kreistag des Saale-Orla-Kreises mit einer breiten Mehrheit den Kreishaushalt für das Jahr 2026. Insgesamt plant der Landkreis im laufenden Jahr mit gut 177,1 Millionen Euro zu wirtschaften, fast 12 Millionen Euro mehr als 2025. Die Steigerung verteilt sich mit jeweils knapp 6 Millionen Euro fast gleichmäßig auf den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt.
Prozentual wächst der Vermögenshaushalt, aus dem insbesondere Investitionen finanziert werden, damit deutlich stärker an - auf nun knapp 24,3 Millionen Euro. Möglich macht dies unter anderem das Thüringer Kommunales Investitionsprogrammgesetz, durch das dem Saale-Orla-Kreis durch den Freistaat Thüringen bis 2029 rund 17,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.
„Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, den Kreishaushalt bereits im Februar zu verabschieden und damit zeitiger als zuletzt den Weg für wichtige Investitionen für die Menschen im Saale-Orla-Kreis zu ebnen. Die sachliche und verhältnismäßig kurze Debatte im Kreistag zeigt, dass im Vorfeld sowohl die Verwaltung als auch die Ausschüsse gewissenhaft und lösungsorientiert gearbeitet haben, damit wir 2026 mit einer soliden finanziellen Grundlage wirtschaften können“, erklärt Landrat Christian Herrgott.
Allein in verschiedenste Schulsanierungsmaßnahmen (ohne Turnhallen und Sportplätze) fließen mehr als 2 Millionen Euro. Darunter fällt die im Sommer beginnende Modernisierung der Grundschule Wurzbach (Gesamtkosten 5,5 Millionen Euro) mit 400.000 Euro sowie die sich dem Ende neigende Teilsanierung der Regelschule Remptendorf (Gesamtkosten 2,8 Millionen Euro) mit 150.000 Euro. Ein weiterer großer Posten ist die Erneuerung der Heizungsanlage der Regelschule Hirschberg für 300.000 Euro. Profitieren werden die Schülerinnen und Schüler im Landkreis auch von der Erneuerung der Freisportanlage in Tanna, für die der Landkreis 1 Million Euro beisteuert, sowie der Dachsanierung und Erneuerung des Hallenbodens der Sport- und Festhalle in Neustadt, in die ebenfalls rund 1 Million Euro investiert werden.
Viel Geld nimmt der Landkreis auch für die Sicherheit der Bevölkerung in die Hand: Allein 5 Millionen Euro sind für das geplante Bevölkerungsschutzzentrum geplant. 3,6 Millionen Euro fließen in den Erwerb von drei Drehleitern für die Feuerwehren von Bad Lobenstein, Gefell und Neustadt, knapp 1 Million Euro in weitere Fahrzeuge für Feuerwehr und Rettungswesen. Für verschiedene Maßnahmen an den Kreisstraßen sind zudem 775.000 Euro eingeplant.
„Wir leben in herausfordernden Zeiten, in denen das Geld auch bei der öffentlichen Hand nicht mehr so locker sitzt, wie es vielleicht früher noch der Fall war. Deswegen müssen wir gründlich abwägen, wofür wir das Geld der Steuerzahler einsetzen und an den richtigen Stellen Prioritäten setzen. Ich bin überzeugt, dass uns das mit diesem Haushalt gelungen ist, indem wir zielgerichtet dort ansetzen, wo der Landkreis zuständig ist und die Bevölkerung am meisten profitiert: bei unseren Schulen, der Sicherheit und der Verkehrsinfrastruktur“, so Landrat Christian Herrgott.
Die letzte Hürde, die der Kreishaushalt noch nehmen muss, ist die Genehmigung durch das Landesverwaltungsamt. Geht alles nach Plan, dürfte sie im Laufe des Monats April vorliegen, so dass mit den Ausschreibungen für die verschiedenen Projekte begonnen werden kann.
Text: Pressestelle Landratsamt