Jürgen Hellgeth (Mitte) erklärt Wurzbachs Bürgermeister Guido Kant-von der Recke und Landrat Christian Herrgott die nötigen Veränderungen am Motorblock, um ein Fahrzeug wüsten- bzw. besonders kältetauglich zu machen.
Wenn man durch den Wurzbacher Ortsteil Rodacherbrunn fährt, vermutet man kaum, dass hier eines der weltweit führenden Unternehmen für extreme Offroad-Technik seinen Sitz hat. Zusammen mit dem Bürgermeister von Wurzbach Guido Kant-von der Recke hat Landrat Christian Herrgott das Unternehmen besucht.
Die Hellgeth engineering Spezialfahrzeugbau GmbH ist ein international renommierter Spezialist für die Entwicklung und den Umbau von extrem geländegängigen Fahrzeugen. Im Jahr 2000 von den Brüdern Jürgen und Andreas Hellgeth gegründet, hat sich das Unternehmen einen Namen als Experten-Schmiede für Fahrzeuge gemacht, die dort weitermachen, wo normale Wege enden. Dabei steht ein Fahrzeugtyp ganz besonders im Fokus: der Unimog von Mercedes-Benz.
Dieser wird bei Hellgeth für den Einsatz unter extremsten Bedingungen umgerüstet - sei es für Expeditionen in die entlegensten Winkel der Welt, als Offroad-Camper oder als wüstentaugliches Ralley-Fahrzeug. Außerdem ist das Unternehmen auch auf den Neuaufbau von Amphibienfahrzeugen spezialisiert. Die schwimmfähigen Allrounder kommen dann zum Beispiel im Bereich des Katastrophenschutzes zum Einsatz, um Menschen aus Hochwassergebieten oder unwegsamem Gelände zu retten, bei Forschungsstationen in der Antarktis oder für den Küstenschutz an Nord- und Ostsee. Drittes Standbein der Firma ist die hauseigene Konstruktionsabteilung, in der unter anderem komplexe Antriebskomponenten, Getriebe und Fahrwerkssysteme entstehen, die weltweit in der Spezialfahrzeugindustrie gefragt sind.
„Es ist sehr beeindruckend, wie viel Innovationskraft in diesem Unternehmen steckt. Die Firma Hellgeth sorgt dafür, dass Technik aus dem Saale-Orla-Kreis weltweit Maßstäbe setzt. Wir sind stolz darauf, einen visionären Arbeitgeber in unserer Region zu haben, der Tradition und modernstes Engineering so erfolgreich miteinander vereint“, betont Landrat Christian Herrgott.
Zur Standortentscheidung in Rodacherbrunn stehen die beiden Geschäftsführer bis heute: „Die Fahrzeuge, die wir umbauen, sind ja nicht gerade Kleinwagen und brauchen daher viel Platz. Dieser Platzbedarf kann hier in Rodacherbrunn bestens bedient werden und wir konnten unser Firmengelände schon mehrmals erfolgreich erweitern“, erklärt Jürgen Hellgeth bei der Werksbesichtigung.
Das Unternehmen baut mit seinen 40 Mitarbeiter etwa 30 bis 40 Fahrzeuge pro Jahr. Als größte Herausforderung sehen die beiden Geschäftsführer dabei die immer umfangreicher werdenden Vorschriften, Regularien und hohen Auflagen, die beim Bau eines Neufahrzeugs eingehalten werden müssen. Daher ist Hellgeth vor allem auf den Umbau von Fahrzeugen spezialisiert.
Text & Foto: Pressestelle Landratsamt