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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 3/2026
Nichtamtlicher Teil
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Jetzt geht es los: Planungsprozess für die Saalebrücke in Sparnberg gestartet

Vor wenigen Wochen hat mit einer Auftaktberatung im Landratsamt in Schleiz der Planungsprozess für die Saalebrücke zwischen Sparnberg und Rudolphstein an der thüringisch-bayerischen Landesgrenze begonnen. Dabei trafen sich Landrat Christian Herrgott, die Bürgermeisterin der Gemeinde Berg Patricia Rubner sowie die Bürgermeisterin von Hirschberg Patricia Duch mit den Vertretern des Planungsbüros Preihsl + Schwan Beraten & Planen GmbH aus Burglengenfeld.

Das Planungsbüro führt derzeit eine Variantenuntersuchung und Wirtschaftlichkeitsberechnung für einen Neubau der Brücke oder die Option einer Sanierung des Oberbaus durch. Konkret stehen zwei Varianten zur Debatte:

Variante 1: die Erhaltung der jetzigen Pfeiler und der Neubau des Oberbaus

Variante 2: ein vollständiger Komplettneubau der Brücke.

Erste Untersuchungen der bestehenden Brückenpfeiler sowie eine Betonprüfung wurden durch das Büro bereits vorgenommen. Die Kostenaufteilung sieht vor, dass die Stadt Hirschberg zwei Drittel und die Gemeinde Berg ein Drittel der Kosten trägt.

„Wir wollen mit der Machbarkeitsstudie herausfinden, was die beste und kostengünstigste Variante für die Sparnberger Brücke ist und vor allem, welche der Varianten förderfähig ist“, erklärte Landrat Christian Herrgott. Sobald die Berechnungen vorliegen, wird der Landkreis mit den Freistaaten Thüringen und Bayern als Fördermittelgeber über die bevorzugte Lösung beraten. „Unser Ziel ist es, die Variantenuntersuchung und die Planung einer förderfähigen Brücke bis Jahresende abzuschließen“, so Herrgott weiter. Erst wenn die Entscheidung zwischen Sanierung und Neubau gefallen ist, beginnt die endgültige Planung, welche die Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln ist.

Zum Hintergrund:

Die Saale-Brücke zwischen Sparnberg und Rudolphstein musste aufgrund ihres schlechten Zustandes 2024 für den Verkehr gesperrt werden. Hierbei handelt es sich um eine kommunale Brücke, die sich im Eigentum der beiden Gemeinden Hirschberg und Berg befindet. Die Sanierung obliegt daher den betreffenden Gemeinden.

Da Hirschberg die Kosten für die Planung jedoch nicht selbst stemmen kann, wurde im Vergleich zur Beilegung des Streits um die Kreisumlage zwischen der Stadt und dem Landkreis vereinbart, dass der Saale-Orla-Kreis den Anteil der Stadt Hirschberg an den Planungskosten übernimmt.

Text & Foto: Pressestelle Landratsamt