Sie freuen sich über die Erweiterung des ÖPNV-Angebots mit der virtuellen Haltestelle an der Sperrmauer: Verkehrsleiter Mike Mackeldey (von links) und Geschäftsführer Dirk Berger von der KomBus, der Vorsitzende des Zweckverbands ÖPNV Saale-Orla Bernhard Schmidt sowie der Schleizer Bürgermeister Marko Bias und Landrat Christian Herrgott.
Mit Einführung des Rufbus-Systems „KomBus Flex“ wurde im vergangenen Dezember eine neue Ära des Nahverkehrs in den Landkreisen Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt eingeläutet. Das zentrale Anliegen ist es, insbesondere die Menschen in abgelegeneren Orten, wo bis dato (fast) nur der Schulbus fuhr, besser an den ÖPNV anzubinden. Hierzu schuf das regionale Verkehrsunternehmen KomBus eine Reihe barrierefreier Kleinbusse an, mit denen Einwohner oder Besucher auf Bestellung von bzw. zu den Hauptlinien gebracht werden können.
„Wir sind erstaunt, dass es so gut angenommen wird“, freut sich KomBus-Geschäftsführer Dirk Bergner. Nach seinen Angaben nutzten seit der Einführung zum 14. Dezember 2025 bereits mehr als 2500 Fahrgäste das Angebot, das mit der Einrichtung sogenannte „virtueller“ Haltestellen schrittweise erweitert wird. Eine hiervon wurde kürzlich an der Sperrmauer bei Gräfenwarth eingeweiht. Anders als der Name es vermuten lässt, sind die virtuellen Haltestellen aber ganz real. Mit ihnen kann man dank der Rufbusse auch an Orten in den öffentlichen Nahverkehr einsteigen, wo sonst kein Linienbus hält.
Weitere virtuelle Haltestellen, die dank der Rufbusse an den ÖPNV angebunden sind befinden sind im Saale-Orla-Kreis in Arlas, Brandenstein, Dörflas, Lemnitzhammer, Stelzen, Triemsdorf und Venzka. Dass es dabei nicht bleiben soll, unterstreicht Landrat Christian Herrgott. „Für die Zukunft werden wir schauen, an welchen Stellen es noch Bedarf gibt. Hierfür freuen wir uns auch über Hinweise aus der Bevölkerung.“ Vorschläge nimmt der Zweckverband ÖPNV Saale-Orla unter 03671 / 823 484 bzw. nahverkehr@zv-oepnv.de entgegen.
Durch „KomBus Flex“ werden Menschen mit barrierefreien Kleinbussen von (normalen und virtuellen) Haltestellen zum nächsten Linienbus auf einer der Hauptverbindungen und wieder zurück gebracht. Die Bestellung muss spätestens zwei Stunden vorab getätigt werden und erfolgt über die KomBus-App oder telefonisch unter 036651 / 170 170. Für die Rufbusse können „normale“ Fahrkarten, aber auch das Deutschlandticket oder andere bestehende Abos genutzt werden. Zuschläge oder gesonderte Tarife gibt es nicht.
Weitere Informationen und Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Rufbus-System finden Sie unter www.kombus-online.eu im Bereich Angebote / KomBus Flex.
Text & Foto: Pressestelle Landratsamt