Der Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie" soll den Dialog zwischen der Landesregierung und den Menschen im Freistaat stärken. Das Land Thüringen initiiert mit diesem Projekt eine neue Phase der Bürgerbeteiligung, die repräsentativ und offen für alle gesellschaftlichen Perspektiven gestaltet ist.
Im Mittelpunkt stehen dabei Ängste, Sorgen, Erwartungen und Hoffnungen der Bürgerinnen und Bürger zu Frieden und Diplomatie – sowohl mit Blick auf die Heimat als auch auf das Weltgeschehen. „Wir möchten wissen, was die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bewegt – und auch den eher Stillen eine Stimme geben", betonte Ministerpräsident Voigt zum Auftakt.
Der Prozess ist in mehrere Phasen gegliedert und wird durch verschiedene Experten begleitet. In 36 Kommunen wurden ca. 10.000 Personen zufällig ausgewählt und eingeladen. Aus dem Saale-Orla-Kreis sind Personen aus Schleiz und Löhma mit dabei.
„Es ist gut und wichtig, dass bei diesem Prozess auch Stimmen aus dem ländlichen Raum Gehör finden und gleichermaßen berücksichtigt werden, wie Teilnehmer aus den großen Städten. Nur so kann ein möglichst umfangreiches und vielschichtiges Meinungsbild entstehen. Darum danke ich den Personen aus unserem Landkreis, die sich zur freiwilligen Mitarbeit am Bürgerrat bereiterklärt haben. Die Themen Frieden und Diplomatie gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit und sind durch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen aktueller denn je", betont Landrat Christian Herrgott.
Das mit der Durchführung des Bürgerrates beauftragte Unternehmen DIALOG BASIS erstellte eine Themenlandkarte mit einer Übersicht aktueller Fragen zu Frieden und Diplomatie. Diese basiert auf Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Fachpersonen und dient den Bürgerräten später als Gesprächsgrundlage.
Nach den Osterferien kamen die Räte erstmals zusammen. Die Teilnehmenden entscheiden dabei selbst über ihre Schwerpunkte und darüber, welche Experten sie hören möchten. Sie erarbeiten in moderierten Gesprächen Empfehlungen für Politik, Verwaltung und das gesellschaftliche Miteinander. Die Abschlusskonferenz ist für den Sommer 2027 geplant.
Text: DIALOG BASIS