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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 5/2021
Nichtamtlicher Teil
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Ein Jugendparlament: Nicht für uns, sondern mit uns!

In den letzten Wochen hat sich viel bei der Initiative für das Jugendparlament getan und verändert. Es wurden themenspezifische Konzepte erstellt, Organisationsformen überarbeitet und Standpunkte verteidigt. Dabei lautet das höchste Ziel, auf das die Initiative hinarbeitet stets, den Saale-Orla-Kreis zu einem lebenswerteren Ort für junge Menschen zu machen.

Am 14. April stellten Lex Meyer und Anastasia Rahaus, als Vertreter*innen der Initiative für das Jugendparlament, im Kreisausschuss die Ergebnisse der bisherigen Arbeit vor. Sie wurden von vielen Seiten zum Weitermachen ermutigt und ihnen wurde von vielen Seiten Unterstützung zugesichert. Gleichzeitig konnten die beiden Jugendlichen viel Input und Denkanstöße aus der Sitzung mitnehmen, welche in die weitere Arbeit eingebaut werden.

Einige Zeit später erreichte die Initiative die Nachricht, dass durch Mitglieder des Kreistages eine eigene Satzung für das Jugendparlament eingebracht wird. Dies sorgte unter den Jugendlichen allerdings nicht nur für positive Resonanz, da seit der Gründung der Initiative mit viel Aufwand an einer eigenen Satzung für das Jugendparlament gearbeitet wird, die sich in der finalen Überarbeitung befindet. Die jungen Erwachsenen erkannten die alternative Satzung jedoch auch als Chance. Durch sie wurde die eigene Satzung noch einmal in vielen Bereichen erweitert und der Wille sie trotzdem in den Kreistag einzubringen unter allen Beteiligten gestärkt.

Die Mitglieder Victoria Kerl und Melanie Meinhold fassten die Situation folgendermaßen zusammen: „Wir freuen uns natürlich sehr über das derzeitige Interesse des Kreistages, weil es uns zeigt, dass den Abgeordneten viel am Jugendparlament und seiner Arbeit liegt. Trotzdem wollen wir in den Erarbeitungsprozess mit einbezogen werden“, hieß es von Kerl. Meinhold ergänzte: „Eine Satzung für ein Jugendparlament im Saale-Orla Kreis muss auf die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort und die Voraussetzungen, sowie Hürden des Flächenlandkreises angepasst werden.”

Am 3. Mai vertraten die Mitglieder der Initiative, Pauline Schmidt und Anastasia Rahaus, diese Position wortgewandt im Kreistag. „Wir wollen eine für alle offene Gemeinschaft sein [...] ohne große Hürden [...] um wirklich allen Stimmen Gehör verschaffen zu können. Wer sich ernsthaft engagieren will, sollte zu jeder Zeit willkommen sein”, erklärte Rahaus. „Das Motto lautet ganz klar: Nicht für Jugendliche, sondern mit Jugendlichen!“, fügte Schmidt hinzu. Die alternative Satzung wurde schließlich zurückgezogen und die Initiative für das Jugendparlament im SOK nochmals bestärkt ihre eigene Satzung in den nächsten Jugendhilfeausschuss einzubringen.

Was im Saale-Orla-Kreis gerade noch entsteht, ist in anderen Kreisen bereits gelebte Realität. Deshalb gibt es zum besseren Austausch der Jugendgremien im Freistaat den Dachverband der Kinder- und Jugendgremien Thüringen (DKJG). Ihn konnte die Initiative als Unterstützer gewinnen und von seiner Expertise profitieren. Gleichzeitig standen einige Vertreter*innen der Initiative für das Jugendparlament im SOK gemeinsam mit dem DKJG Abgeordneten des Weimarer Landes beratend zur Seite, da auch in diesem Landkreis die Absicht besteht, ein Jugendparlament zu errichten.

Als höchste Priorität sehen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem SOK die Legitimation der eigenen Satzung durch den Kreistag an. Trotzdem werden Themen wie die Umsetzung eines Konzeptes zur Öffentlichkeitsarbeit und die Gewinnung neuer Mitglieder nicht aus den Augen verloren. Die Initiative ist stets auf der Suche nach interessierten Kindern und Jugendlichen.

Falls du nun auch Interesse daran hast, deine Heimat und deine Zukunft mitzugestalten, dann melde dich doch einfach unter jupa@vielfalt-im-sok.de und sei bei unserer nächsten Sitzung dabei.

Die Gründung des Jugendparlaments wird gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie Leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und "DenkBunt" des Thüringer Landesministeriums für Bildung Jugend und Sport (TMBJS). Die Veröffentlichungen stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ und des TMBJS dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

Text: Jugendinitiative zur Gründung eines Jugendparlaments im Saale-Orla-Kreis