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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Verkehrslage als Schwerpunkt bei „Landrat vor Ort“ in Schöndorf

Landrat Christian Herrgott und Bürgermeister Jörg Meier während des Rundgangs durch Schöndorf.

Am 12. Mai führte die Reihe „Landrat vor Ort“ Christian Herrgott zu einem „kleinen gemütlichen Völkchen“ - so drückte es Bürgermeister Jörg Meier aus. Die Rede ist von der Gemeinde Schöndorf, zu der neben Schöndorf selbst auch die Ortsteile Külmla und Tausa gehören. Die gemeinsam gut 260 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Dörfer bilden bereits seit 1979 eine politische Einheit, pflegen aber auch weiterhin ihre individuellen Identitäten.

Eine Problemlage, die die gesamte Gemeinde betrifft, sind verschiedene Sorgen zur Verkehrslage. Sei es die Möglichkeit von Tempo-30-Zonen, die Verkehrssicherheit der Ortsdurchfahrten allgemein oder das zu häufig ignorierte Schwerlastverbot für die Verbindungsstraße von Külmla nach Ziegenrück. Vieles davon wurde vom Bürgermeister und anwesenden Gemeinderäten gegenüber dem Landrat thematisiert.

Vom Schülerverkehr bis zur Weltpolitik

Und an das Thema Verkehr wurde zunächst auch aus den Reihen der Gäste beim Bürgergespräch im Kulturhaus in Tausa angeknüpft, wo sich die ersten Fragen um das seit einem halben Jahr praktizierten Rufbussystem und den Schülerverkehr drehten. Im weiteren Verlauf drehte sich aber auch Vieles um bundes- und sogar weltpolitische Themen, auf die ein Landrat praktisch keinen Einfluss nehmen kann. Dennoch griff Christian Herrgott auch diese Diskussionspunkte auf, erklärte teils die Rechtslage und Hintergründe, stimmte teils aber auch mit Kritik der Bürgerinnen und Bürger überein.

Interessant war einmal mehr die Tatsache, dass das Gesprächsangebot des Landrates in kleineren Dörfern verhältnismäßig deutlich mehr Besucher anlockt, als in den größeren Orten. So nahmen am Bürgergespräch in Tausa gut 30 Personen teil, also mehr als zehn Prozent der Einwohnerschaft. Wäre der Anteil beispielsweise bei der vorangegangenen Station in Triptis genauso hoch gewesen, hätten mehr als 400 Menschen in den dortigen Rathaussaal strömen müssen. Tatsächlich aber waren es sogar etwas weniger Besucher als beim „kleinen gemütlichen Völkchen“ in Schöndorf.

Text und Foto: Pressestelle Landratsamt