Geschäftsführer Jan Slawik erklärt die technischen Herausforderungen und besonders hohen Anforderungen an die Präzision bei der Herstellung von Gewindelehren. Die kleinste Gewindelehre, die in Ebersdorf hergestellt wird, misst lediglich 8 Millimeter. Die Größte hat einen Durchmesser von 195 Millimetern.
Andreas Werner gehört zu den langjährigsten Mitarbeitern bei SN FormTec.
Beim gemeinsamen Rundgang durch die Fertigungshallen mit Geschäftsführer Jan Slawik und Betriebsleiter Peter Schricker wurde schnell deutlich, dass das Unternehmen SN FormTec GmbH weit mehr bietet, als den klassischen Werkzeugbau. Besonders die Spezialisierung auf den Prototypenbau und die Fertigung von Lehren machen den Standort zu einem gefragten Partner für die Industrie.
Landrat Christian Herrgott war sichtlich beeindruckt vom Portfolio und den technischen Möglichkeiten des Unternehmens: „Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Genauigkeit und technischen Versiertheit hier Produkte entstehen, die in vielen Bereichen der verarbeitenden Industrie besonders gefragt sind. SN Formtec steht für Innovation und handwerkliche Präzision und hat sich damit zu einem mittelständischen Unternehmen mit großer Strahlkraft für unsere ganze Region entwickelt“.
Im Jahr 2007 mit fünf Mitarbeitern gestartet, ist der Betrieb, der sich im Besitz von Frank Nothtroff befindet, inzwischen zu einem regional fest verankerten mittelständischen Unternehmen mit 20 Angestellten und einem siebenstelligen Jahresumsatz geworden. „Durch die große Unterstützung der Eigentümerfamilie Nothtroff ist es uns gelungen, uns durch Investitionen hier am Standort kontinuierlich weiterzuentwickeln und am Markt zu etablieren“, berichtet Geschäftsführer Jan Slawik. „Außerdem konnten wir die Krisen der letzten Jahre meistern, ohne Personal entlassen zu müssen, worüber wir sehr froh sind. Denn nur mit guten Mitarbeitern kann man auch gute Produkte fertigen“, so Slawik weiter.
Aus dem anfänglichen Bau kleiner Prototypen und Werkzeuge für die Automobilindustrie ist inzwischen ein technologisches Aushängeschild der Firma geworden, das in den verschiedensten Industriebereichen gefragt ist. Bevor ein Teil beim Kunden in Serie geht, fertigt das Team in Ebersdorf hochpräzise Muster und Prototypen. Ziel ist es, in kürzester Zeit funktionsfähige Bauteile bereitzustellen, die serienähnliche Eigenschaften besitzen. So können Designs und Funktionen getestet werden, bevor hohe Investitionen in Serienwerkzeuge fließen.
Durch hochpräzise Messtechnik ist das Unternehmen in der Lage, exakte Vermessungen im Mikrometer-Bereich vorzunehmen und Toleranzen bis auf 2 Mikrometer nachzuvollziehen. Diese hohe Präzision ist vor allem beim zweiten großen Standbein des Unternehmens gefragt, dem Lehrenbau. SN-FormTec entwickelt und baut individuelle Lehren und serienbegleitende Prüfmittel, mit denen Kunden ihre eigenen Produkte auf Maßhaltigkeit und Qualität kontrollieren können. Diese „Präzisions-Wächter“ aus Ebersdorf stellen sicher, dass industrielle Standards und Maße eingehalten werden.
Um auch zukünftig den Standort und die Arbeitsplätze in Ebersdorf zu sichern, investiert die SN FormTec GmbH aktuell in den Aufbau der Fertigung von optomechanischen Komponenten für Satellitenanwendungen und erschließt damit einen neuen Absatzmarkt für die Hochpräzisionsprodukte aus Saalburg-Ebersdorf.
Text & Foto: Pressestelle Landratsamt