Über die Karte gebeugt: Teilnehmer am Workshop zum Radverkehrskonzept im neuen Schloss in Bad Lobenstein diskutieren über Verbesserungspotenziale für den Fahrradverkehr.
Drei arbeitsintensive Workshops in Bad Lobenstein, Neustadt und Schleiz läuteten Mitte Juni die nächste Etappe zur Erstellung des Radverkehrskonzeptes des Saale-Orla-Kreises ein. Um die Radinfrastruktur voranzubringen, wurden bei diesen Veranstaltungen die Expertise des Ingenieurbüros „SVU Dresden“ sowie die Erfahrungen, Ortskenntnisse und Verbesserungsvorschläge der Bürgerinnen und Bürger zusammengebracht.
Unter anderem sollten durch eine möglichst umfangreiche Bestandsanalyse Schwachstellen und Lücken im derzeitigen Radwegenetz aufgedeckt werden, um sie später gezielt anzugehen und damit vor allem die Bedingungen des alltäglichen Radverkehrs im Landkreis zu verbessern. Anhand von Karten und unter Berücksichtigung bestehender Verbindungen ging es unter anderem um Alternativrouten, Beschilderung und die Trennung von Rad- und motorisiertem Straßenverkehr.
Diejenigen, die an keinem der Workshops teilnehmen konnten, sich aber dennoch einbringen möchten, haben dazu mit Hilfe eines eigenes eingerichteten Online-Kartentools die Möglichkeit. Bis Ende Juli können darüber mit wenigen Klicks Gefahrenstellen, fehlende bzw. mangelhafte Radverbindungen und andere Hinweise eingetragen werden. Zu finden ist das Online-Kartentool unter www.rvk-sok.svudresden.de bzw. den beigefügten QR-Code.
Zielvorgabe für die Fertigstellung des Radverkehrskonzepts ist Ende 2027. In Bad Lobenstein zeigte sich der Projektverantwortliche des beauftragten Ingenieurbüros optimistisch, dass es bereits früher gelingen könnte. Ein Radverkehrskonzept ist unter anderem eine wichtige Grundlage, um Fördermittel zu erhalten und damit essenziell, wenn es um den Bau neuer Radwege geht.
Text und Foto: Pressestelle Landratsamt