Ein schwerer Fall von Tierquälerei im Saale-Orla-Kreis beschäftigt seit Ende Mai weite Teile der Öffentlichkeit. Es geht um den qualvollen Tod eines Hundes, der sich bereits im November 2005 in einer Wohnung in Pößneck ereignete, und ein halbes Jahr später durch entsprechende Veröffentlichungen in den sozialen Medien einen großen Aufschrei und ebenso große Anteilnahme am Schicksal des Tieres zur Folge hatte.
Allein im Veterinäramt des Saale-Orla-Kreises gingen daraufhin mehr als 1000 Anrufe und E-Mails ein. Das Veterinäramt selbst wurde durch die Anzeige von zwei Tierschutzvereinen am 9. Dezember 2025 auf den Fall aufmerksam und nahm in enger Abstimmung mit der Polizei umgehend Ermittlungen auf. Darüber hinaus stellte das Landratsamt Saale-Orla-Kreis Strafanzeige gegen die beiden Beschuldigten, von denen die ehemalige Halterin inzwischen nicht mehr im Saale-Orla-Kreis lebt.
Parallel wurden durch das Veterinäramt nach Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend Verfahren zu Tierhaltungsverboten gegen die beiden Beschuldigten eingeleitet und auch vollzogen, um weiterem Tierleid vorzubeugen. Als für die Belange des Tierschutzes zuständige Behörde hat das Veterinäramt damit seinen rechtlichen Handlungsspielraum vollumfänglich ausgeschöpft. Alle strafrechtlich relevanten Aspekte der Tierquälerei, die zu Geld- oder Freiheitsstrafen führen könnten, liegen in der Zuständigkeit von Polizei und Staatsanwaltschaft und hier dauern die Ermittlungen noch an.
Höhepunkt der Anteilnahme mit der Hündin Jette war eine von lokalen Tierschützern organisierte Mahnwache auf dem Pößnecker Marktplatz am 5. Juni, an der 500 Menschen aus dem Saale-Orla-Kreis und weit darüber hinaus teilnahmen.
Text und Foto: Pressestelle Landratsamt