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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 6/2026
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Kreistag gibt grünes Licht für neue Linkenmühlenbrücke

Zwischen diesen beiden Uferseiten des Hohenwarte-Stausees soll durch die neue Linkenmühlenbrücke wieder eine Verbindung entstehen. Die Tage der Mühlenfähre sind dann gezählt.

Der Kreistag des Saale-Orla-Kreises hat mit großer Mehrheit am 15. Juni grünes Licht für den Bau der neuen Linkenmühlenbrücke gegeben, die künftig den Hohenwarte-Stausee über knapp 180 Meter Länge überspannen soll. Der Entwurf sieht eine dreifeldrige Hängebrücke mit zwei Pylonen, zwei Stützen im Stausee und einer Traglast von bis zu 30 Tonnen vor. Bereits im Mai hatte sich der Kreistag von Saalfeld-Rudolstadt für diese Brückenvariante ausgesprochen, die künftig beide Landkreise miteinander verbinden wird.

„Durch den Beschluss sichern wir die von Bund und Land zugesagten Fördermittel, ohne die eine Umsetzung des Vorhabens nicht denkbar wäre“, erklärt Landrat Christian Herrgott zur Entscheidung des Kreistages, mit der auch die Vereinbarung zwischen beiden Landkreisen zur Umsetzung des Projektes beschlossen wurde.

Der Bau der Brücke wird mit rund 7,1 Millionen Euro durch das Bundesprogramm „Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs“ gefördert, weswegen sie als Radwege- und Fußgängerbrücke geplant wird. Für den Schwerlastverkehr bleibt sie gesperrt. Neben dem Radverkehr wird auch eine Nutzung durch Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, den öffentlichen Personennahverkehr sowie den motorisierten Anliegerverkehr möglich sein. Letzteres werden die beiden Landkreise noch einmal mit dem Bundesamt für Logistik und Mobilität thematisieren.

Neben dem Bund beteiligt sich auch der Freistaat Thüringen am Projekt und steuert knapp 4,1 Millionen Euro bei. Damit verbleibt für die beiden Landkreise nach aktueller Planung ein gemeinsamer Eigenanteil in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro. Laufen die weiteren Maßnahmen nach Plan, könnte noch in diesem Jahr mit den Vorbereitungen für den Bau der Brücke begonnen werden.

Text und Foto: Pressestelle Landratsamt