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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 7/2026
Nichtamtlicher Teil
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Wichtige Voraussetzung für die Sanierung der Kreisstraße in Künsdorf geschaffen

Landrat Christian Herrgott, Tannas Bürgermeister Marco Seidel und Lutz Langer aus dem Kreisbauamt messen nach: an der engsten Stelle sind es von Wand zu Wand weniger als 3,75 Meter.

Der sanierungsbedürftige Zustand der Kreisstraße K 303, die durch den Ort Künsdorf verläuft, beschäftigt das 160-Einwohner zählende Dorf und die zuständigen Behörden schon seit Längerem. Nun hat das Landratsamt mit der Abrissverfügung für ein stark baufälliges Gebäude eine wichtige Voraussetzung für den Straßenbau geschaffen.

Knackpunkt ist die Engstelle am Ortseingang aus Richtung Seubtendorf kommend. Dort verläuft die Kreisstraße mit nur 3,50 Meter Breite direkt zwischen zwei Gebäuden. Das macht einen modernen Straßenausbau unmöglich, denn zu vorhandenen baulichen Anlagen muss mindestens ein halber Meter Abstand eingehalten werden. Die mögliche Straßenbreite würde sich dadurch auf 2,75 m reduzieren.

Als sinnvollste Lösung für dieses Problem erweist sich der Abriss des unbewohnten, baufälligen Gebäudes in der Engstelle, was auch von den Eigentümern befürwortet wird. Jedoch steht eben dieses Bauwerk als Teil eines Ensembles unter Denkmalschutz. Dieser Ensembleschutz bezieht sich auf den Ort Künsdorf im Allgemeinen als hervorragend erhaltenes historisches Angerdorf.

Abrissgenehmigung sorgt für Baufreiheit

„Wir haben die Lage sehr intensiv betrachtet und geprüft. Nach Abwägung aller Argumente sind wir zu der Entscheidung gekommen, dem Denkmalschutz in diesem besonderen Fall ‚nur‘ die zweite Priorität einzuräumen. Mit der Abrissgenehmigung für das ohnehin schon sehr baufällige Gebäude ermöglichen wir einen regelkonformen und zukunftsfesten Ausbau der Straße“, erklärt Landrat Christian Herrgott das Vorgehen der Kreisbehörde.

Mit der Beseitigung der Engstelle wird ausreichend Platz geschaffen, um beim Neubau eine Straßenbreite von etwa fünf Metern einhalten zu können und den Kurvenradius zu erweitern, was zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer beiträgt.

Im Zuge des Straßenneubaus sollen auch die Trinkwasserleitung und Abwasserkanäle erneuert sowie die Oberleitungen der TEN unterirdisch verlegt werden. Die Stadt Tanna will zudem eine barrierefreie Bushaltestelle errichten. Die Gemeinschaftsmaßnahme wurde in zwei Abschnitte unterteilt und für das Jahr 2027 zur Förderung angemeldet.

Text und Foto: Pressestelle Landratsamt