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Amtsblatt des Saale-Orla-Kreises
Ausgabe 7/2026
Nichtamtlicher Teil
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Größte Altlastsanierung im Saale-Orla-Kreis seit Jahrzehnten beginnt in Triptis

Das Thema Altlastensanierung - also die Sicherung und Beseitigung von schadstoffbelasteten Böden und Gewässern - spielt im Saale-Orla-Kreis im Gegensatz zu Schwerpunktgebieten wie Bitterfeld, Leuna oder Ronneburg eher eine kleine Rolle. In Triptis beginnen in den kommenden Wochen jedoch die ersten Arbeiten zur größten Altlastsanierung im Landkreis seit Jahrzehnten. Konkret geht es um das ehemalige Ton- und Brennhilfsmittelwerk in der Bahnhofstraße, mitunter besser bekannt als SICOR-Werk, das Bestandteil der keramischen Industrie in Triptis war.

Die Produktion wurde 1990 eingestellt, 2011 erfolgte der Abbruch der Bebauung einschließlich einer anteiligen Tiefenenttrümmerung und Entsiegelung. Kontaminiert wurde das Gelände über Jahrzehnte insbesondere durch Stanzöle im Bereich des Öllagers und der Pressenhalle, die zu erheblichen Bodenbelastungen und einer (bereits in einer früheren Maßnahme zum Großteil beseitigten) auf dem Grundwasser schwimmenden Ölphase führten.

Im Zuge der Sanierung sollen rund 26.000 Tonnen Boden und 20 Tonnen kontaminierter Bauschutt entsorgt werden. Das entspricht etwa 1100 Lkw-Transporten. In gleicher Größenordnung werden saubere Liefermaterialien herbeibracht. Diese Transporte erstrecken sich über einen Zeitraum von voraussichtlich sieben Monaten. Zunächst beginnen jedoch vorbereitende Arbeiten für die Altlastsanierung, wie die Einrichtung der Baustelle und der Aufbau der nötigen Infrastruktur.

 

 

Detaillierte Informationen zur Sanierung des ehemaligen Ton- und Brennhilfsmittelwerks finden Sie unter www.saale-orla-kreis.de im Bereich Saale-Orla-Kreis / Umwelt / Bodenschutz & Altlasten.

Text: Pressestelle Landratsamt