Liebe Garten- und Naturfreunde,
bevor wir uns diese Pflanze genauer anschauen, möchte ich mit gleich 2 Vorurteilen aufräumen. Taubnesseln sind in keinem ihrer Pflanzenteile giftig! Mehr noch, die Taubnessel ist eine ganz wunderbare, Heil bringende Pflanze und alle Pflanzenteile, von der Wurzel bis zu den Blüten, sind essbar. Man findet sie an vielen Wegesrändern und in so manchem Garten. Sie ist völlig unkompliziert und erobert als Bodendecker freie Flächen in Wald und Flur, sowie in Gärten. Vielleicht ist das ein Grund, weswegen sie bis heute vielfach leider immer noch als sogenanntes lästiges „Unkraut“ angesehen wird. Aber, was Viele nicht wissen, diese Pflanze enthält, trotz ihres „schlechten“ Rufs, viele gesunde Nährstoffe, die unserem Körper richtig gut tun. Zudem finde ich, sie sieht mit ihren vielen kleinen Lippenblüten sowohl als Bodendecker und als sehr insektenfreundliche Unterpflanzung von höheren Gewächsen (selbst in Töpfen und Schalen) auch noch sehr hübsch aus!
Taubnesseln: So wirkt die Heilpflanze
Als Heilpflanzen wirken alle Arten der Taubnessel blutreinigend und entzündungshemmend. Und sie helfen bei schmerzhafter und unregelmäßiger Menstruation. Womit man sie bei den sogenannten „Frauenkräutern“ einordnet. Diese anspruchslosen Pflanzen enthalten viele Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und ätherische Öle, die sie richtig wertvoll für unsere Gesundheit machen. Zwar wirkt die Pflanze ähnlich wie die Brennnessel, nämlich harntreibend, sie ist allerdings nicht mit Ihr verwandt. Sollten Sie sich unwohl fühlen oder an einer Krankheit leiden, dann wäre es allerdings das Beste, wenn Sie zuvor das Gespräch mit Ihrem Arzt suchen. Er kann, wie kein anderer, Ursachen und Zusammenhänge abklären, und ein weiteres Vorgehen mit Ihnen erläutern. In der Naturheilkunde kann man die Taubnessel bei Sodbrennen, Bauchschmerzen und Unterleibskrämpfen, sowie bei Schwellungen sehr gut einsetzen. Auch bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Schwindel und Entzündungen findet die Taubnessel eine vielversprechende Anwendung. Darüber hinaus wirkt die Taubnessel bei Sonnenbrand, sie ist juckreizlindernd und wundheilend.
Um die äußerlichen Krankheitsbilder erfolgreich zu beheben haben Sie zwei Möglichkeiten: einmal ein (Teil-)Bad mit einem Taubnessel-Sud, oder einen Wickel/ eine Auflage, der/die zuvor in einem Taubnesselaufguss oder einem ebensolchen Sud getränkt wurde. Bei inneren Beschwerden kommt die Hilfe meist in Form eines Taubnessel-Heiltees.
Es sind die antiseptischen sowie antibakteriellen Eigenschaften, welche die Taubnesseln als Heilpflanze auszeichnen. Verantwortlich für die heilenden Wirkungen sind die oben erwähnten Mineralien und Vitamine, die in der Taubnessel enthalten sind. Dazu gehören Zink, Kalium, sowie das Vitamin C. Die Taubnessel ist auch reich an Aminosäuren, wie der Kieselsäure, ätherischen Ölen sowie Flavonoiden, Gerb- und Schleimstoffen.
Anwendung der Taubnessel als Bereicherung des Nahrungsangebots Die Taubnessel findet also, wie oben geschildert, bei der Heilung unterschiedlicher Erkrankungen Anwendung, zudem bietet sie breit gefächerte Möglichkeiten in der Küche.
Mehr wissenswertes über die Taubnesseln, nebst einiger Rezepte - das Alles erwartet Sie in der nächsten Woche.