Im Jahr 2025 haben Verbrecher im Saarland ältere Menschen um ca. 1,9 Millionen betrogen. Im Januar und Februar 2026 waren es bereits ca.0,5 Millionen.
Die Kontaktaufnahme erfolgt meist über das Telefon oder Handy (WhatsApp.)
Betrüger nutzen oft eine von vier Standard-Erzählungen, um Druck aufzubauen:
| 1. | Der Klassiker („Rate mal, wer dran ist?“): Der Anrufer lässt Sie den Namen raten. Sobald Sie z.B. „Bist du es, Christian?“ sagen, schlüpft der Täter in diese Rolle. Meist wird behauptet, man stecke in einer finanziellen Klemme (Hauskauf, Notar, Autokauf etc.) und brauche sofort Bargeld (ein Freund hole das Geld ab,da selbst verhindert oder krank) oder es müsste eine Überweisung für eine angebliche Rechnungsbegleichung getätigt werden. |
| 2. | Der Schockanruf: Dies ist die emotionalste Variante. Ein vermeintlicher Enkel oder ein „Polizist“oder auch ein angeblicher Staatsanwalt berichtet von einem schweren Verkehrsunfall, den der Angehörige verursacht habe. Nun müsse sofort eine Kaution gezahlt werden, damit der Enkel nicht ins Gefängnis muss. Oft hört man auch die vermeintliche verwandte Person laut weinen und um Hilfe bitten. In Wirklichkeit ist es aber nicht die echte Person. |
| 3. | Die neue Nummer (WhatsApp-Trick): „Hallo Oma, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer. Kannst du mir bei einer Überweisung helfen?“ – Diese Masche findet heute immer häufiger per Textnachricht statt. |
| 4. | Der falsche Polizist oder Staatsanwalt: Ein angeblicher „Beamter“ meldet sich und warnt davor, dass Ihr Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei, da dort korrupte Mitarbeiter arbeiten würden. Daher sollen Sie das Geld abheben und zuhause aufbewahren. Oder es soll bei Ihnen eingebrochen werden. In beiden Fällen sagen die Verbrecher: wir schicken einen Beamten vorbei, der Ihr Geld oder Ihren Schmuck gegen Quittung abholt. Wir werden alles sicher aufbewahren bis wir die Verbrecher gefasst haben und Ihnen dann alles wieder zurückgeben. |
Es gibt neben den genannten 4 Legenden noch weitere beziehungsweise auch abgeänderte Varianten. Ziel ist es immer Sie zu Zahlungen oder Übergabe von Geld und Wertgegenständen zu bringen.
Wenn das Telefon klingelt und Sie ein ungutes Gefühl haben, halten Sie sich strikt an diese Liste:
| • | Misstrauisch sein: Seien Sie besonders vorsichtig, wenn sich ein Anrufer sich nicht selbst mit Namen meldet („Rate mal...“). Fordern Sie den Anrufer auf, seinen Namen selbst zu nennen. |
| • | Keine Details verraten: Geben Sie niemals Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse, Wertsachen im Haus oder Kontostände und Kontozugangsdaten. |
| • | Gespräch beenden: Legen Sie im Zweifelsfall einfach auf. Das ist nicht unhöflich, sondern Eigenschutz. |
| • | Rückversicherung: Rufen Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten, alten Nummer an, um die Geschichte zu prüfen. |
| • | Niemals Geldübergabe an Fremde: Die Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte schicken niemals Boten, um Bargeld, Schmuck oder Gold an der Haustür abzuholen. |
| • | Kein Druck: Lassen Sie sich nicht zeitlich unter Druck setzen. Echte Behörden oder Verwandte haben immer Zeit für einen Rückruf. |
| • | Informieren Sie die echte Polizei: Wählen Sie bei einem Verdacht sofort die 110. |
Wichtiger Hinweis: Die echte Polizei wird Sie niemals am Telefon nach Ihrem Geld fragen oder verlangen, dass Sie Wertsachen zur „Sicherung“ herausgeben. Die Polizei ruft Sie auch nicht unter der Nummer 110 an. Sehen Sie diese Nummer bei einem eingehenden Anruf am Telefon, so ist sie gefälscht.
Es ist keine Schande, misstrauisch zu sein – es ist Ihre beste Verteidigung. Bleiben Sie wachsam!
Ihre Seniorensicherheitsberater in der Gemeinde Wadgassen sind:
Jürgen Grünewald, Telefon: 06834/ 956 79 10
Peter Kleber, Telefon: 06834/4 84 61
Michel Obertin, Telefon: 06834/ 4 93 62
Matthias Worobiow, Telefon: 06834/ 698 770“