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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 14/2023
Sonstige amtliche Mitteilungen
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Ostergrüße

„Komm, du helle Ostersonne
brich hervor mit deinem Glanz.
Füll mit hoher Luft und Wonne
unser Herz und Leben ganz.
Lass dein Licht die Nacht durchdringen,
die den Geist gefangen hält.
Dass wir neu empor uns schwingen
aus dem dunklen Grab der Welt.“

(Karl Friedrich Mezger)

Rund um die Fasten- und die Osterzeit gibt es eine Vielzahl an Bräuchen. Einer der bekanntesten Bräuche, der eng mit der Fastenzeit verbunden ist, ist das Färben von Ostereiern. Das Ei ist seit der Zeit des Frühchristentums ein Zeichen für das Leben und die Auferstehung Christi. Da es in der Fastenzeit verboten war Eier zu essen, mussten sie haltbar gemacht werden. Dazu wurden sie gekocht. Um zu erkennen, welche Eier gekocht waren, wurden dem Kochwasser Pflanzen beigefügt, die das Ei gefärbt haben. Die Farben sind nicht willkürlich gewählt, sondern ihnen wird jeweils eine Bedeutung zugeschrieben:

  • Rot: Opfertod Christi
  • Gelb: Wunsch nach Erleuchtung und Weisheit
  • Grün: Jugend und Unschuld
  • Blau: Unglück und Kälte
  • Orange: Kraft, Ausdauer, Ehrgeiz
  • Weiß: Reinheit

Andere Länder, andere Osterbräuche

Bereits innerhalb von Deutschland gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Bräuche zu Ostern. Weltweit ist dies nochmal differenzierter. Einige Beispiele für Bräuche aus aller Welt, die schön, spannend oder teilweise skurril sind.

  • Bulgarien: Statt Ostereier zu verstecken, wird sich hier mit rohen Ostereiern beworfen. Wessen Ei nicht zerbricht, der hat angeblich viel Erfolg im nächsten Jahr.
  • Polen: Dort findet an Ostermontag das Wasserspritzen statt. Jeder der vorbeikommt, wird an diesem Tag mit Wasserpistolen bespritzt. Für den Ursprung gibt es verschiedene Erklärungen: um die Verbreitung der Nachricht des Todes zu stoppen, wurden die Christen mit Wasser bespritzt; bei der Christianisierung von Heiden kam es zu Massentaufen; als Erinnerung an die Taufe des polnischen Herrscher Mieszko I.
  • England: In England werden Weidenkätzchenzweige gesammelt und sich gegenseitig damit sanft gepeitscht. Dies soll Glück bringen.
  • Finnland: In Finnland gibt es statt mit Weidenkätzchenzweigen mit Birkenruten einen Hieb, der auch Glück bringen soll.
  • Philippinen: Der Osterbrauch in den Philippinen soll für große und starke Kinder sorgen. Zum Glockenläuten am Ostersonntag heben die Eltern ihre Kinder am Kopf hoch. Dadurch sollen sie größer werden.
  • Australien: Verlobte Paare sammeln an Ostern fließendes Wasser aus einem Bach. Das Wasser bewahren sie bis zum Hochzeitstag und besprengen sich am Hochzeitstag vor der Trauung damit