Zu klein, zu vollgestellt, zu dunkel… Im Laufe der Jahre sammelt sich so einiges an Besitz in den eigenen vier Wänden an. Doch der Wohnraum wird nicht mehr. Und irgendwie kann man die alten Sachen nicht mehr sehen Dann ist es Zeit, etwas daran zu ändern, um sich zuhause wieder wohlzufühlen. Denn für ein wenig frischen Wind ist es nie zu spät.
Umzugestalten lohnt sich immer und in jedem Alter
Es ist die Möglichkeit, aktiv im eigenen Leben und Umfeld etwas zu gestalten und sich die persönliche Wohlfühlzone zu schaffen. Manchmal sorgen solche kleine Maßnahmen dafür, dass sich innere Blockaden lösen und neue Lebensfreude entsteht.
Vorab sollte sich einige Fragen gestellt werden: Ist dies meine Wohnung fürs Alter? Ist die Wohnung barrierefrei oder kann ich sie entsprechend umgestalten? Ist es sinnvoll, umzuziehen? All dies kann im Rahmen dessen mitberücksichtigt und angepasst werden. Hinsichtlich der Barrierefreiheit sollte geschaut werden, genügend Bewegungsfläche rund um Möbel herum einzuplanen. Der Weg dorthin sollte ohne Barrieren sein. Teppiche und Kabel sollten daher keine Stolpergefahr darstellen. Lichtschalter, Steckdosen und Haushaltsgegenstände sollten bedien- und erreichbar sein. Diese kleinen Änderungen führen bereits dazu, dass sich sicherer in der Wohnung bewegt werden kann.
Neue Vorhänge, Kissen oder ein paar Wohnaccessoires verändern einen Raum komplett. Je mehr Farben und Muster kombiniert werden, desto lebendiger wirkt der Raum. Wenn der Raum eher eine ruhige Atmosphäre ausstrahlen soll, sollte in einer Farbfamilie geblieben werden. Dies ist auch bei der Wandfarbe zu beachten. Denn jede Farbe hat eine andere Wirkung, auf die Wahrnehmung des Raumes und die Stimmung im Zimmer. Schlichtes Weiß oder Creme lassen Räume größer aussehen. Kräftige, warme Farben sorgen dafür, dass der Raum kleiner wirkt. Ein größeres, helles Zimmer verträgt mehr Farbe als ein kleines. Für farbigen Anstrich gilt: weniger ist mehr. Deswegen sollte überlegt werden, nicht alle vier Wände zu streichen, sondern Farb-Akzente mit einer Wand zu setzen oder mit einer Bordüre, oder mit einer Motiv-Schablone oder einer Muster- oder Motivtapete. Bei Muster- oder Motivtapeten sollte nicht das ganze Zimmer tapeziert werden, sondern einzelne Streifen sehen schöner aus.
Lampen setzen ebenfalls tolle Akzente im Raum. Für Personen, denen dunkle, trübe Regen- und Wintertage aufs Gemüt schlagen, kann eine spezielle Sonnenlicht-Lampe hilfreich sein. Das Sonnenlicht sorgt dafür, dass sich die Stimmung aufhellt.
Bei Möbeln muss ja nicht alles gleichzeitig ersetzt oder erneuert werden. Ein Mix aus Alt und Neu hat seinen eigenen, besonderen Charme. Es sollte sich überlegt werden, was am dringendsten ausgewechselt werden muss oder was nicht mehr gesehen werden kann. Das kann die Anschaffung eines neuen Bettes oder Sofas sein, von dem besser aufgestanden werden kann, oder der wuchtige Wohnzimmerschrank wird nicht mehr benötigt und kann durch zwei Sideboards ersetzt werden. Wenn eh gerade geräumt wird, dann kann auch zugleich ausgemistet und Platz geschaffen werden. Aber es sollte sich nicht übernommen werden. Wo es nicht selbst geht, sollte sich Hilfe hinzugenommen werden und ein Zimmer nach dem anderen angegangen werden.