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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 19/2026
Sonstige amtliche Mitteilungen
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heidis grüne ecke

Liebe Garten- und Naturfreunde,

in der vorigen Woche hatten wir temperaturmäßig schon einen Ausblick auf sommerliche Verhältnisse. Da war gießen unbedingt angesagt. Und dies ganz besonders bei Pflanzen die in Töpfen, kleineren Kübeln oder Balkonkästen gepflanzt wurden, denn hier ist das Erdvolumen deutlich begrenzt und trocknet bei direkter Sonneneinstrahlung rasch vollständig aus. Aber auch in Gartenbeeten mit leichten, sandigen Böden müssen die dort befindlichen Pflanzen häufiger gegossen werden, da diese Böden Feuchtigkeit nicht wirklich gut speichern können. Langfristig sollte man hier die Bodenstruktur z. B. durch Kompostgaben oder eine geeignete Mulchdecke unbedingt verändern, kurzfristig muss man zur Gießkanne greifen. Auch bei Hochbeeten sollte man öfter nachschauen, ob Wasserbedarf besteht. Denn hier wirken sich gleich mehrere Komponenten gleichzeitig auf den Feuchtigkeitsgehalt der darin befindlichen Erde aus. Das ist einmal der Rotteprozess, durch den im Innern dieser Beetform deutliche Wärme entwickelt wird, und somit die vorhandene Feuchtigkeit schneller aufgebraucht ist. Zweitens spielt die erhöhte Position der Beetfläche eine ebenfalls entscheidende Rolle. Einmal wirkt sich die Wärme der Sonnenstrahlen von mehreren Seiten auf das Beet aus, aber auch die vermehrte Luftzirkulation lässt die Erde im Hochbeet deutlich schneller austrocknen. Haben Sie Blüh- oder Nutzpflanzen deren Wurzeln nur in den oberen 5 – 20 cm des Substrats liegen -die sog. Flachwurzler- auch dann wird Wasser häufiger benötigt, denn diese obere Bodenschicht trocknet am ehesten aus! Trotz des hohen Wasserbedarfs bei sehr warmen bis heißen Temperaturen ist es allerdings deutlich besser, durchdringend und dafür seltener zu gießen (z. B. je nach Witterung ein- bis dreimal pro Woche ausgiebig), als täglich nur kleine Mengen zu geben. Auf diese Weise nehmen Sie Einfluss auf die Entwicklung der Wurzeln, denn Sie fördern so ein tieferes Wurzelwachstum.

Bei südlicher Ausrichtung von Mauerkronen ist die Hitzeentwicklung und die Feuchtigkeitsverdunstung ganz besonders hoch. Das sind Standorte die vielfach durch hohe Verdunstung und durch geringe Wasserspeicherung gekennzeichnet sind. Immer wieder wird an mich die Frage herangetragen – auf welche Sorten sollte man bei der Pflanzenauswahl zurückgreifen, die mit eben solchen Bedingungen zurechtkommen. Gesucht sind folglich: pflegeleichte Pflanzen für sonnige, trockene Standorte. Ich habe Ihnen hier einige Sorten zusammengestellt, die einmal dem Wunsch nach reicher Blüte gerecht werden und zweitens hitze- und trockenheitsverträglich sind.

Blaukissen:

 

 

Sorte Cascade Purple - purpurviolette Blüten u. Sorte Cascade Blue - leuchtend blaue Blüten

beides sind reichblühende Bodendecker mit kaskadenförmigem Wuchs

blühen üppig von April bis Mai/Juni und haben wintergrünes Laub, welches dichte Polster bildet

wachsen flach bis überhängend; sind ideal für Trockenmauern, Beeteinfassungen und Kübel

bevorzugen sonnige Lagen und sehr gut durchlässige, eher magere Böden; sie sind hitze- und trockenheitsverträglich; Staunässe sollte unbedingt gemieden werden;

sind pflegeleicht; nach der Blüte zurückschneiden, dadurch bilden sich kompakte Polster und eventuell auch eine Nachblüte; sind kalkverträglich und zuverlässig frosthart;

Werte Leserinnen und Leser in der nächsten Woche halte ich noch weitere Pflanzvorschläge für sonnige und trockene Standorte für Sie bereit. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Gärtnern!

Ihre
Heidemarie Traut