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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 21/2024
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Bürgermeister Greibers Woche

Der SR schaut sich die Lage in der Notunterkunft an

Strömungsretter des DLRG Rettungszugs Saarlouis

Besprechung des Krisenstabs

Einsatzkräfte unserer Freiwilligen Feuerwehr in Wadgassen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich bin zum Teil immer noch sprachlos was für ein außergewöhnliches Pfingstwochenende hinter uns liegt. Bereits am Freitagvormittag musste unsere Freiwillige Feuerwehr vermehrt ausrücken, um die Bürgerinnen und Bürger vor dem ansteigenden Wasserpegel zu schützen. Den ganzen Tag waren die Kameradinnen und Kameraden im Einsatz und in den späten Abendstunden, schien sich die Hochwasser-Lage tatsächlich vorerst zu entspannen. Doch kurz bevor die Feuerwehrleute ihre Löschbezirke nach einem strapaziösen Tag Richtung Eigenheim und Bett verlassen wollten, kamen die Hilferufe aus der Bevölkerung.

In der Nacht von Freitag auf Samstag mussten in Werbeln am Butterborn und im Wiesengrund Schaffhausen Bürgerinnen und Bürger aus ihren Häusern evakuiert werden. Das Hochwasser hatte hier einen kritischen Zustand erreicht. Auch in Differten zog sich entlang der Bist ein Bild der Überflutung. Die Einsatzkräfte unserer Freiwilligen Feuerwehr gingen ans Maximum und retteten gemeinsam mit den Strömungsrettern des DLRG Rettungszugs Saarlouis Menschen aus ihren Häusern.

In der Glückaufhalle Hostenbach wurde über Nacht von meinen Mitarbeitern der Hausmeister und des Bauhofs eine Notunterkunft errichtet, wo die betroffenen Bürgerinnen und Bürger unterkommen konnten. Dank vieler toller Spenden, war auch für die Verpflegung vor Ort schnell gesorgt.

Im Verlaufe des Samstages gingen die Hochwasser-Pegelstände dann allmählich etwas zurück, sodass gegen Abend die meisten Straßen wieder befahrbar waren. Gemeinsam mit der Feuerwehr, dem DRK sowie dem kurzfristig einberufenen Krisenstab der Gemeinde konnten wir noch am Samstagabend erste Hilfemaßnahmen koordinieren und auf den Weg bringen. Darunter unter anderem das Einrichten eines Bürgertelefons am Samstag und Sonntag sowie das Aufstellen von sieben Containern, wo Betroffene ihren Hochwasser-Sperrmüll hinbringen konnten.

Das ganze Ausmaß der Zerstörung, war dann am Sonntag deutlich zu erkennen. Überall war unsere Feuerwehr im Einsatz, um das Wasser aus den Häusern zu pumpen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben Ihre Hilfe angeboten und waren rund um das betroffene Gebiet im Einsatz.

In den Krisenmomenten, in denen wir als Gemeinschaft besonders gefordert werden, zeigt sich wiedermal, dass wir in der Gemeinde Wadgassen zusammenstehen. Unsere Freiwillige Feuerwehr war Tag und Nacht im Einsatz und hat teilweise 30 Stunden am Stück Einsätze gefahren. Es ist kaum möglich, meinen Dank und den Dank der vielen betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Worte zu fassen. Ihr alle seid wahre Helden und wir sind unendlich dankbar für euren Einsatz!

Natürlich möchte ich mich auch ganz herzlich bei den Einsatzkräften des DRK, DLRG, THW, ABC Mess und den Maltesern bedanken. Auch sie haben im vergangenen Wochenende unglaubliches geleistet und waren für uns alle da.

Auch die Nachbarschaftshilfe in unserer Gemeinde funktioniert. Menschen helfen sich untereinander. Viele haben Werkzeuge, Anhänger, Personenkraft oder Verpflegung zur Verfügung gestellt. Unsere Feuerwehr und unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren über alle Tage durchweg mit Essen und Getränken bestens versorgt. Auch dafür ein großes Dankeschön an alle Spender. Ebenso die Firma RL Recycling für die kurzfristige Bereitstellung der Container, die Firma Rieger, die uns mit Mensch und Maschinen eine riesengroße Hilfe war und zusätzlich auch Container zur Verfügung gestellt hatte, genauso wie unser Pastor, der fünf evakuierte Personen bei sich aufgenommen hatte.

Einen Bericht des Saarländischen Rundfunks über die Geschehnisse in Wadgassen finden Sie unter www.wadgassen.link/srhochwasser

Zum aktuellen Zeitpunkt kann ich noch nicht abschätzen wie sich die Lage weiter entwickeln wird. Alle aktuellen Informationen und Entwicklungen finden Sie auf www.wadgassen.de.

Passen Sie auf sich und ihre Mitmenschen auf!

Herzliche Grüße
Ihr Sebastian Greiber, Bürgermeister