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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 22/2026
Sonstige amtliche Mitteilungen
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Heidis grüne Ecke

Liebe Garten- und Naturfreunde,

mit meinen Anpflanzvorschlägen in den letzten Wochen für sonnige und meist sehr trockene Standorte beende ich mit dieser Ausgabe unseres Amtsblattes dieses hoch interessante Kapitel vorerst. Ich denke, Sie haben jetzt schon einen gewissen Überblick, welche Pflanzen sich z. B. an dem „Problemstandort“ Mauerkrone wohlfühlen. Ähnliche Bedingungen, wie starke Sonneneinstrahlung, Hitze, Wind und meist sehr wenig Wasser finden Sie u. a. bei freistehenden Steinfassaden, welche die Wärme noch zusätzlich speichern und den Pflanzenwurzeln wenig Raum, Halt, Nährstoffe und Wasser bieten. Das Gleiche gilt für Trockenmauern, die in ihren Fugen fast exakt dasselbe Microklima bieten. Und auch bei Steingärten oder Kiesbeeten sorgen nahezu dieselben Bodengegebenheiten wie bei den Mauerkronen, für annähernd identische Bedingungen. Ein ziemlich gleichartiger Extremstandort, sind auch die Dachbegrünungen. Dies insbesondere dann, wenn sie flachgründig angelegt sind, was somit bei wenig Niederschlag, zu extremer Trockenheit führt.

Für alle diese Extremstandort wären auch folgende Pflanzen geradezu prädestiniert:

Der Blaue Duft-Lavendel

dessen botanischer Name (Lavandula angustifolia) lautet, ist ein mediterraner Halbstrauch, der für seine intensiv blauvioletten Blüten, den aromatischen Duft (der beruhigend wirkt) und seine anspruchslose Pflege bekannt ist.

Kurzportrait:

sein Wasserbedarf ist sehr gering und Staunässe sollte unbedingt vermieden werden • im Wuchs ist er kompakt, buschig und (wenn er richtig geschnitten ist) kissenartig • seine Wuchshöhe bewegt sich (auch je nach Schnitt) zwischen 30 bis 70 cm • ein regelmäßiger Rückschnitt ist wichtig, damit die Pflanze buschig bleibt und nicht verholzt; geschnitten wird er einmal im Frühjahr (vor dem Neuaustrieb) und leicht nach der Hauptblüte im Sommer

seine Blütezeit bewegt sich zwischen Juni bis August/September

er ist - ausgepflanzt, nicht im Topf! - sehr gut winterhart

die Bodenbeschaffenheit sollte trocken, durchlässig, sandig bis steinig und nährstoffarm sein

er ist eine wertvolle, bienenfreundliche Bereicherung für vollsonnige, magere Standorte

Der Bodendecker-Thymian

 

ist eine sehr vielseitige, extrem pflegeleichte, trittfeste und trockenheitsresistente Pflanze. Sie eignet sich an passenden Plätzen - sonnigen Standorten - wunderbar auch als pflegeleichter Rasenersatz. Sie unterdrückt zudem unerwünschte Beikräuter und lockt von Juni bis August zahlreiche Insekten an.

Kurzportrait:

sein botanischer Name lautet Thymus praecox oder Thymus serpyllum.

sein Wuchs ist mit 2 - 5 cm Höhe als sehr flach zu bezeichnen

der Boden sollte sandig, durchlässig und mager sein; Staunässe ist unbedingt zu vermeiden

er muss kaum gegossen werden, da er hervorragend mit Trockenheit umgehen kann

der winterharte, immergrüne Bodendecker ist recht gut begehbar; er verströmt beim Betreten einen angenehm aromatischen Duft

ein Rückschnitt empfiehlt sich nach der Hauptblüte (etwa ab August) um das Polster kompakt zu halten

Ich hoffe Ihnen mit dieser gesamten Auswahl an trockenheitsresistenten, sehr pflegeleichten und meist sogar mehrjährigen Pflanzen erst einmal eine gute Grundlage und Hilfestellung für das Bepflanzen von herausfordernden Lagen gegeben zu haben. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Anblick des sommerlichen Blühens.

Ihre Heidemarie Traut