heute möchte ich Ihr Augenmerk auf eine ganz gesunde Art „süßes Naschwerk“ lenken, dass Sie sogar in Ihrem eigenen Garten anbauen können. Schon als Kind war es für mich immer eine riesengroße Freude, wenn ich direkt vom Busch diese leckeren, kleinen, grünen „Kügelchen“ ernten und genießen durfte. Jetzt wissen Sie, wovon die Rede ist! JA! Es sind diese überaus wohlschmeckenden Erbsen!
Von diesen einjährigen, krautigen Pflanzen gibt es mehrere Arten, und je nach Sorte wachsen sie buschig niedrig oder aber als Kletterpflanzen. Die Letztgenannten benötigen allerdings eine Rankhilfe um nicht in sich zusammenzufallen. Dazu verwendet man am besten Reisig, also dünne, trockene Zweige von Bäumen oder Sträuchern, die z. B. beim Frühjahrschnitt in Ihrem Garten angefallen sind. So gestützt bleiben Ihre hoch wachsenden Erbsensorten aufrecht stehen. Zu den niedrigen Sorten gehören z. B. die sogenannten Palerbsen oder Schälerbsen. Diese wachsen als niedrige Stauden oder Büsche von etwa 30 bis 60 cm Höhe. Durch den relativ niedrigen Wuchs benötigen diese Sorten in der Regel keine Standhilfe. Zu den hohen Sorten zählen viele Zuckererbsen (Kaiserschoten). Auch die Markerbsen sind Kletterpflanzen. Sie wachsen an Zäunen, Spalieren, Gittern oder Stöcken und können, bei günstigen Bedingungen, bis zu 2 Meter hoch werden.
Jetzt habe ich schon ein paar Erbsen namentlich benannt, weltweit gibt es tatsächlich über 250 Sorten dieser einjährigen, krautig rankenden, großartigen Hülsenfrucht. Bei uns, in Deutschland werden allerdings zumeist drei große „Gartenerbsen-Klassen“ (mit unzähligen Unter- und Zuchtsorten) genutzt. Das sind:
| 1. | Palerbsen (auch Schal- oder Schälerbsen genannt) enthalten viel Stärke und werden meist unreif geerntet oder später getrocknet für Suppen und Eintöpfe genutzt. |
| 2. | Markerbsen sind sehr zart und süß, da sie mehr Zucker enthalten. Sie werden am besten frisch verzehrt oder direkt nach der Ernte tiefgefroren. |
| 3. | Zuckererbsen (auch Zuckerschoten oder Kaiserschoten): Die Hülsen bleiben weich und können komplett mitgegessen werden. |
Damit Sie bei dem großen Angebot eine Hilfestellung für Ihre Auswahl haben, liste ich Ihnen hier einige der bekanntesten und beliebtesten Erbsensorten mit ihren besonderen Merkmalen auf:
| Die Palerbsen: | |
| • | Die „Kleine Rheinländerin“ ist eine sehr frühe, klassische und bewährte Sorte. |
| • | Die „Frühe Harzerin“ ist eine eher kompakte Pflanze mit erfreulich hohem Ertrag. |
| • | Die „Blauwschokker“ stellt rein optisch eine Besonderheit dar, denn sie bietet mit violetten Blüten und dunkelblauen Schoten schon einer Art Einzigartigkeit. |
| Die Markerbsen: | |
| • | Das „Wunder von Kelvedon“ ist nicht umsonst eine sehr beliebte Erbsensorte. Sie hat eine ganz wunderbare Süße und ist zudem sehr ertragreich im Hausgarten. |
| • | Die „Senator“ ist eine späte, auch sehr aromatische Erbsensorte. |
| • | Die „Sima“ stellt wieder eine Besonderheit dar, denn sie ist eine Wintererbse, die bereits im Herbst (meist Oktober/November) ausgesät wird. Sie reift im Frühjahr deutlich früher als die traditionellen Sommererbsen und kann in der Regel ab Anfang/Mitte Mai bis Juni geerntet werden. |
| Die Zuckererbsen: | |
| • | Die „Ambrosia“ ist eine sehr traditionelle, mittelfrühe und extrem knackige Erbsensorte. |
| • | Die „Norli“ ist überaus beliebt, denn sie vereint die sehr frühe mit einer gleichzeitig ganz wunderbaren ertragreichen Ernte dieser Zuckerschote. |
| • | Die „Sugar Ann“ hat einen kompakten Wuchs, und erfreut mit ihrer frühen Reife. |
Werte Leserinnen und Leser meiner „Grünen Ecke“ für heute wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Aussaat (die für viele Sorten immer noch möglich ist!) Ihres hauseigenen köstlichen „Naschwerks“ – die Erbsen. Übrigens – mit ihnen kann man schon kleine Kinder sehr gut an Gemüse heranführen.