Das Internet und das Smartphone/Tablet bieten ein vielfältiges Angebot im Bereich Gesundheit, medizinischer Behandlung und Fitness. Es ermöglicht, die eigene Gesundheit besser im Blick zu haben und zu beeinflussen. Sei es bei der Gesundheitsvorsorge, bei chronischen Erkrankungen oder dabei, etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun.
Bei der Recherche zum Thema Gesundheit im Internet ist das eigene Rechercheverhalten und die Quelle entscheidend. Die Recherche sollte mithilfe einer Suchmaschine erfolgen und die Fragestellung sollte so genau wie möglich sein. Um irrelevante Treffer zu vermeiden, sollte vorher genau überlegt werden, was man sucht, ob man es anders oder besser bezeichnen könnte und es möglichst konkret benennen.
Es sollte das passende Portal gewählt werden. Je spezialisierter das Portal ist, desto detaillierter und fundierter sind die Informationen. Es sollte gecheckt werden, wer der Urheber ist. Dies kann im Impressum nachgeschaut werden. Qualitätssiegel geben Auskunft über die Sicherheit und Qualität der Internetseite. Im Bereich Gesundheit sind dies das HON-Siegel, das Logo des „Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem“ und das Zertifikat „Geprüfte Homepage“ der Stiftung Gesundheit. Um sich umfassend und ausreichend zu informieren, sollten mehrere Quellen genutzt werden. Es sollte auf die Ausgewogenheit der Informationen geachtet werden: nicht nur durchweg positiv, sondern es sollte umfassend, auch mögliche Folgen oder Nachteile dargestellt werden. Die Informationen sollten nicht veraltet sein, sondern aktuell sein. Es sollte auf den allgemeinen Eindruck der Internetseite geachtet werden und bei Werbung sollte Vorsicht walten gelassen werden.
! Ganz wichtig: Das Internet ist kein Arzt-Ersatz!
Interessante Internetseiten
• Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ): www.patienten-information.de
• Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de
• Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.frauengesundheitsportal.de
| • | Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.maennergesundheitsportal.de |
| • | Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de |
| • | Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: www.gesundheit.nrw.de |
| • | Kassenärztliche Bundesvereinigung: www.kbv.de |
| • | Medizinische Gesundheits-Apps: Diagnosestellung und/oder Therapie einer Erkrankung |
| • | digitale Gesundheitsanwendungen auf Rezept (DiGA): Bestimmte Gesundheits-Apps oder medizinische Apps werden von Krankenkassen als Kassenleistung zugelassen. Nach der Genehmigung der DiGA durch die Krankenkasse wird den Patient:innen ein 16-stelliger Freischaltcode oder ein QR-Code übermittelt. Die Verschreibungsdauer kann beschränkt sein. |
| • | Wellness-, Fitness-, Lifestyle- und Service-Apps unterstützen ein gesundheitsbewusstes Verhalten, z.B.: Schrittzähler, Ernährungstagebuch, Kalorienzähler, u.v.m. |
Die Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen installiert werden (Google Play Store/ Apple App Store). Vor der Auswahl einer App sollten die Nutzerbewertungen beachtet werden und eine Internetrecherche dazu gemacht werden. Bei den App-Berechtigten sollten nur die Berechtigungen erteilt werden, die nötig und plausibel sind.