dass Erbsen auch bei Ihnen vielfach zu den Lieblingsgemüsen gehören, haben Sie mir durch etliche Gespräche (persönlich und auch telefonisch) kundgetan. Auch deshalb möchte ich mir mit Ihnen heute den Anbau von Erbsen genauer anschauen.
Welche Möglichkeiten haben Sie in Ihrem Zuhause? Stehen Ihnen Beetflächen zur Verfügung, oder werden Sie eher Kübel z.B. auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse nutzen? Keine Sorge, beides ist sehr gut möglich, denn dieses tolle Gemüse gedeiht sowohl im Beet als auch in Kübeln ganz hervorragend. Im Beet ist allerdings der Ertrag meist höher, weil sich dort die Wurzeln des Erbsenstrauchs gut in die Tiefe der Erde entwickeln können, und somit die Pflanzen deutlich widerstandsfähiger gegen Trockenheit sind. Wenn Sie jedoch die Möglichkeit nutzen wollen Ihre Erbsen in Kübeln heranzuziehen, dann empfehle ich Ihnen für deren Anbau möglichst niedrig wachsende Sorten auszusuchen. Das könnte beispielsweise die Schal- oder Markerbse „Kleine Rheinländerin“ sein, die aufgrund ihres standfesten und kompakten Wuchses von ca. 30 bis 50 cm auch kaum Rankhilfen benötigt. Die Sorte „Tom Thumb“ ist die wohl bekannteste Zwerg-Erbse. Sie wächst buschig und wird tatsächlich nur etwa 20 bis 30 cm hoch, und macht damit ihrem Namen alle Ehre. Die Markerbsensorte das „Wunder von Kelvedon“ gehört auch zu den mittelfrühen Klassikern, die mit einer Wuchshöhe um die 50 cm noch sehr gut in Kübeln angebaut werden können. Auch die Zuckererbse „Sugar Ann“ hat mit ca. 40 – 50 cm Höhe eine kleinwüchsige Ausdehnung, die kaum Stützen benötigt. Die Sorte „Norli“ wächst ebenfalls buschig klein. Sie eignet sich selbst für kleinere Töpfe und sogar für Balkonkästen.
Als weiteren Tipp für einen erfolgreichen Anbau von Erbsen in Töpfen oder Kübeln rate ich Ihnen dennoch ausreichend große und tiefe Töpfe (mindestens 30 cm Durchmesser und Tiefe) zu nehmen. Die Töpfe sollten unbedingt über mindestens ein Abzugsloch verfügen. Zweckdienlich wäre auch, wenn zusätzlich eine gute Drainage vorhanden ist, damit der Abfluss überschüssigen Wassers jederzeit gewährt ist und somit Staunässe vermieden wird.
Als geeignete Pflanzerde empfehle ich Ihnen lockere, gute und nährstoffreiche Gemüseerde. Was den Standort Ihrer „Erbsenkübel“ anbelangt, so sollte dieser sonnig bis halbschattig sein. Vor extremer Sommerhitze sollten Sie Ihre Topferbsen allerdings schützen, was durch die Flexibilität eines Topfgartens deutlich einfacher ist, als bei einer Kultur im Beet. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil eines Topfgartens auf Balkon oder Terrasse, ist die Tatsache, dass Sie hier vermutlich keine Schnecken- und Mäuseprobleme haben werden.
Schauen wir uns noch die Vorteile eines Erbsenanbaus im Beet an: Dort werden Ihre Gemüsepflanzen deutlich mehr Platz haben. Dieser Umstand geht in aller Regel mit einer besseren Nährstoffversorgung einher, was Ihnen wiederum eine reichere Ernte, also höhere Erträge bescheren wird. Apropos höher, Im Beet können Sie natürlich auf alle höher wachsenden Erbsensorten zurückgreifen, was Ihnen auch eine größere Ernte einbringen wird. Vergessen Sie dann aber bitte nicht diesen Pflanzen geeignete Rank-Möglichkeiten, wie Rankgitter oder einfache Reisigzweige, anzubieten. Beim Anbau im Beet ist es auch von Wichtigkeit auf die Nachbarpflanzen zu achten. Als richtig gute Nachbarn für Erbsen haben sich Salate, Dill oder Spinat erwiesen.
Als letzten Tipp für heute möchte ich Sie noch auf „Feinschmecker“ aus dem Tierreich aufmerksam machen. Sowohl unsere Vögel als auch Mäuse lieben die Samenkörner der Erbsen sehr! Treffen Sie hier Vorsorge, indem Sie Ihr Erbsenbeet entsprechend schützen.
Jetzt wünsche ich Ihnen zunächst viel Erfolg und später einen großartigen Genuss!