Nun sind einige Wochen vergangen und wir haben leider noch keine Post von Monsieur Cigogne erhalten. Es ist schade, weil unser Interesse für die kleine Familie von Maurice und Mélodie mit der Zeit nicht weniger wird. Im Gegenteil. Es bleibt für uns ein aufregendes Erlebnis. Wir stellen uns tausende von Fragen. Wie es zum Beispiel wohl ist, mit so vielen Babys, die sehr schnell groß werden, in einem Nest zu wohnen. Es ist bestimmt sehr eng geworden. Wir machen uns auch Sorgen, dass ein „cigogneau“ herunterfällt. Es kann noch nicht fliegen! Wann und wie werden sie das lernen?
Da wir so viel und schnellstens erfahren möchten, haben zwei Fachkräfte sich entschieden, nach Sarralbe zu fahren, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.
„Was, sooo weit fahren?“ fragte ein Kind (aus dieser Frage könnte auch ein Projekt über Geographie Deutschland Frankreich entstehen).
Wir hatten auch die Hoffnung, dass sie M.Cigogne treffen würden.
So standen sie beide am Pfingstmontag vor dem Hôtel de ville und konnten das Treiben auf dem Dach live erleben.
Da dachten wir schon „Wow, die Störche wohnen in einem Hotel!“
Schnell wurden wir eines Besseren gelernt: hôtel de ville bedeutet „Rathaus“. Außerdem berichteten die Erzieherinnen uns gleich am nächsten Tag von dieser aufregenden Reise.
Übrigens trafen sie wegen des Feiertages niemanden an.
Ob wir dort anrufen sollten?
Fortsetzung folgt….