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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 3/2025
Sonstige amtliche Mitteilungen
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Heidi's Grüne Ecke

Liebe Garten- und Naturfreunde,

dass der Weihnachtsstern oft nur für die Adventszeit angeschafft wird und nach Weihnachten, respektive nach seiner Blühzeit, entsorgt wird, finde ich persönlich zum einen sehr schade und zudem auch nicht sehr ökologisch. Diese wunderbare Pflanze kann auch bei uns als mehrjährige Pflanze in jedem Winter, zur Weihnachtszeit, immer wieder Freude bereiten. Will heißen: Mit etwas Pflege kann sie gut „übersommert“ werden, und bringt dann im kommenden Jahr wieder ihre farbigen Blätter und Blüten hervor. Wie sollten Sie vorgehen, damit dies auch bei Ihnen klappt? In der Regel blüht der Weihnachtsstern bis zum Ende des Winters. Dann braucht er eine kleine Vegetationspause von etwa einem Monat. Das heißt für Sie: nach der Blüte sollte er einmal sehr wenig gegossen werden und zusätzlich an einen dunklen, kühlen Platz umziehen. Das kann sogar der Keller sein. Hilfreich ist auch ein kräftiger Rückschnitt im März/April. Nehmen Sie zu diesem Zeitpunkt etwas ein Drittel der Pflanze mit einer desinfizierten Schere weg. Umtopfen in frisches Substrat begünstigt das neue Wachstum erheblich. Diesen Neuaustrieb sollten Sie im Sommer nochmals „entspitzen“. Diese Maßnahme fördert eine dichte Verzweigung und Ihr Weihnachtsstern entwickelt sich auf diese Weise zu einem kleinen dichten Strauch! Den Sommer verbringt dieser Strauch am liebsten im Freien, an einem halbschattigen, nicht zu heißen Stellplatz. Wussten Sie, dass Weihnachtssterne sogenannte Kurztagspflanzen sind, und was das bedeutet? Um wieder zum Blühen angeregt zu werden, braucht die Pflanze einen besonderen Impuls. Dieser wird ausgelöst, wenn die Tage nicht länger als maximal 11 Stunden sind. Das ist bei uns so ab Mitte Oktober der Fall. Es ist also die Dunkelheitsphase, die den geliebten Christstern zum Blühen bringt. Und diese muss konsequent für rund 8 Wochen umgesetzt werden. Schon kleine „Kunstlichtquellen“ im Raum, ja sogar das durch die Fenster einfallende Licht von Straßenlaternen bringen den Rhythmus der Pflanze durcheinander. Damit dies nicht geschieht, decken Sie Ihren Weihnachtsstern einfach mit einem passenden Karton oder einem entsprechendem schwarzem Eimer ab, so dass die Pflanze maximal lediglich 11 Stunden Licht pro Tag erhält. Dann werden Sie so ab Ende November wieder mit farbigen Hochblättern für all Ihre Mühe belohnt!

Jetzt noch ein paar „Geling-Tipps“: Weihnachtssterne sind wasserempfindlich. Staunässe mögen sie z. B. überhaupt nicht! Aber sie müssen trotzdem regelmäßig gegossen werden, denn ausgetrocknete Böden mögen sie auch nicht. Die richtige Gießmenge ist gerade in der Blütezeit besonders wichtig. Achten Sie auch darauf, dass das leicht temperierte Gießwasser gut abfließen kann. Sollte sich im Untersetzer oder Übertopf überschüssiges Gießwasser ansammeln, schütten Sie es umgehend weg.

Der Weihnachtsstern reagiert auch auf Kälte sehr empfindlich. Schützen Sie ihn vor Zugluft, und beim Neukauf sollte er für den Heimweg gut eingepackt werden!

Apropos Neukauf, hier kommt es in der Verkaufssaison, die nur etwa 8 Wochen dauert, leider öfter vor, dass diese herrlichen Gewächse in zugigen Eingangspassagen angeboten werden. Kaufen Sie diese Pflanzen nicht, denn sie lassen meist schon nach kurzer Zeit ihre Blätter fallen. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg mit diesem wundervollen Gewächs!

Ihre Heidemarie Traut