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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 3/2026
Sonstige amtliche Mitteilungen
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Heidis grüne Ecke



Liebe Garten- und Naturfreunde,

ich hoffe, Sie haben dieses neue Jahr 2026 gut anfangen können? Möge es uns ALLEN gute Wege aus den manigfaltigen Problemfeldern unserer Heimat und der ganzen Erde bescheren!

Spätestens mit Dreikönig sind in unseren Haushalten vermutlich fast alle weihnachtlichen Dekorationen wieder weggeräumt worden. Aber wie sieht es mit den typisch weihnachtlichen Pflanzen aus? Zu einer von ihnen haben mich besonders viele Fragen erreicht. Sogar der Saarländische Rundfunk war bei mir zu Gast, um Antworten auf die Fragen zu finden, wie man möglichst lange Freude an dem vielgeliebten Weihnachtsstern haben kann. Zu ihm kursiert vielfach die Meinung, dass er lediglich -wenn überhaupt- nur eine Saison überlebt. Das ist nicht richtig. Der Weihnachststern ist vom Grundsatz her eine mehrjährige Pflanze. Sie kommt ursprünglich aus Südamerika, ist also ein tropisches Gewächs. In seiner Ursprungsheimat entwickelt er sich zu einem Strauch von bis zu 6 m Höhe, der dort rund ums Jahr mit seinen schönen roten Hochblättern erfreut.

Bei uns, so muss man es wohl sagen, gehört er (leider) zu den „unverstandendsten“ Zimmerpflanzen überhaupt. Und so war die am häufigsten gestellte Frage: „Warum verliert mein Weihnachtsstern seine Blätter?“ Dieser Blattverlust ist ein oftmals auftretendes Problem und zugleich Auslöser für jede Menge Frust, meist schon in der Vorweihnachtszeit. Denn kaum ist der frisch gekaufte Weihnachtsstern im heimischen Wohnzimmer angekommen, werden seine Blätter zunächst gelb, und dann beginnt er damit seine Blätter abzuwerfen. In fast allen Fällen gibt es dafür einen Grund - manchmal sind es auch mehrere.

Wie oben erwähnt entwickelt sich ein Weihnachtsstern in seiner Heimat zu einem richtig großen Gewächs - wenn die Bedingungen stimmen. Bei uns werden sie leider vielfach in viel zu kleine Töpfe gezwängt und womöglich noch mit klebrigem Glitter oder Sprühfarbe verunstaltet. Ist es da ein Wunder, dass er sich nicht besonders wohlfühlt?! Allerdings sind ein früher Blattfall oder gar das Absterben der Pflanze (nicht lange nach dem Kauf) in der Regel die Folgen einer falschen Behandlung. Welche Ursachen dafür verantwortlich sind, werde ich Ihnen jetzt hier benennen:

1. Falsche Temperatur

Der Weihnachtsstern (botanisch: Euphorbia pulcherrima, was „die Schönste unter den Wolfsmilchgewächsen“ bedeutet; er wird auch Poinsettie oder Christstern genannt) ist aufgrund seiner südamerikanischen Herkunft recht temperaturempfindlich. Ganz besonders schädlich sind für diese wunderschönen Tropenpflanzen unsere winterlichen Temperaturen. Viel zu oft muss man leider beobachten, dass diese Pflanzen besonders in Supermärkten und Baumärkten an viel zu kalten Stellen dargeboten werden. Und so sollten Sie Weihnachtssterne, die bei winterlichen Temperaturen draußen vor dem Laden oder im zugigen Eingangsbereich stehen, erst gar nicht kaufen! Diese Pflanzen sind zum Sterben verurteilt! Achten Sie beim Kauf also unbedingt darauf, dass die Pflanzen bei Raumtemperatur angeboten werden, und sorgen Sie auch beim Heimtransport, selbst auf kurzen Wegen, für einen guten Kälteschutz. Dieser Schutz kann z. B. aus Noppenfolie, Zeitungs- und Packpapier oder einem Karton bestehen. Lassen Sie die Pflanze beim Weihnachtseinkauf auch auf keinen Fall im kalten Auto warten!

2. Zugluft

Der Weihnachtsstern ist, wie Sie jetzt wissen, grundsätzlich kein Freund von kühlen Temperaturen. Steht die Pflanze dann auch noch zugig, zum Beispiel in einem Foyer, im Treppenhaus oder in Räumen, in denen häufig gelüftet wird, wie in Küchen oder Schlafzimmern, dann wirft sie „beleidigt“ ihre Blätter ab. Dabei spielt es keine große Rolle, ob die Luft warm oder kalt ist. Stellen Sie die Pflanze daher möglichst geschützt auf oder bringen Sie sie vor dem Lüften in Sicherheit. Ein erstes Anzeichen für einen zu zugigen Standort ist das Gelbwerden oder Welken der Blätter.

Was alles noch schief gehen kann, dazu mehr in der nächsten Woche oder im SR-Radio -Saarlandwelle.

Ihre Heidemarie Traut