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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 32/2026
Sonstige amtliche Mitteilungen
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Heidis Grüne Ecke

 

Liebe Garten- und Naturfreunde,

bereits in der vorigen Woche hatte ich mit dem Anbau von Kichererbsen in unseren heimischen Gärten, ein Produkt, eine Pflanzenart beschrieben, die mit der bei uns seit Wochen herrschenden großen Hitze recht gut zurechtkommt.

Unser Garten im Klimawandel stellt sich ansonsten, mit den bislang bei uns seit „Ewigkeiten“ etablierten Salat- und Gemüsesorten weitgehend als große Herausforderung, als „Problem-Feld“ dar. Man kann gar nicht genug gießen, um eine frische Aussaat wirklich zu einem halbwegs ordentlichen Ertrag zu führen. Wenn die Saat aufgeht (und nicht gleich nach dem Auflaufen vertrocknet!), ist es fast eine Unmöglichkeit oder ein kleines Wunder, wenn die kleinen zarten Pflänzchen mit ihren noch zarteren Würzelchen tatsächlich im Beet überleben und zu stärkeren Pflanzen heranwachsen. Einen Teil meiner Anzucht habe ich daher in Töpfe verlegt, die ich recht einfach umpositionieren kann – das heißt: jeweils raus aus der Sonne und rein in den lichten Schatten. So haben diese Töpfe, je nach Sonnenverlauf, täglich mehrere Stellplätze! Ich, als Rentnerin, kann mir das erlauben! Aber was sollen die berufstätigen Gärtnerinnen und Gärtner machen? Vielleicht hilft hier folgender Tipp, den ich bei meinen Hochbeeten anwende: Bei Aussaaten oder dem Setzen junger Pflänzchen in eben diese Hochbeete, nehme ich mit alten, eigentlich ausgedienten Sonnenschirmen eine Schattierung dieser Beetflächen vor. Hinzu kommt, dass ich gerade diesen ganz jungen Pflänzchen am Morgen und am Abend einen ordentlichen Schluck Wasser verabreiche!

Aber dass der Garten im Klimawandel nicht nur als Problemfeld und etwas Belastendes empfunden werden muss, möchte ich Ihnen heute auch aufzeigen. Denn es ergeben sich tatsächlich auch ganz neue Möglichkeiten!!! Und dazu gehören z. B. neue Gemüsesorten, deren Hauptanbaugebiete in früheren Zeiten vorwiegend in subtropischen Klimazonen lagen. Diese Gemüse- und Salatsorten können bei den jetzt hier vorherrschenden Temperaturen nun auch bei uns wachsen und gedeihen. Anders ausgedrückt: Exotische Pflanzen werden bei uns heimisch - Pflanzen für die es zuvor bei uns einfach zu kalt war! Einige davon kennen wir bereits seit langem aus dem Supermarkt oder von Urlauben. Dazu gehören z. B. die Melonen. Andere dagegen sind vermutlich einem großen Teil der Bevölkerung noch völlig unbekannt. Und so habe ich mir überlegt Ihnen in den nächsten Wochen einige Pflanzenarten vorzustellen, die aufgrund des Klimawandels, und den damit einhergehenden deutlich höheren Temperaturen, in den nächsten Jahren in unseren Gärten heimisch werden könnten:

Wer kennt von Ihnen kennt z. B. die Salatsorte - „Spargelsalat“? Gemeint ist nicht ein Salat aus Spargel (den wir im Frühling so sehr mögen), sondern eine für uns neue Art Pflücksalat mit langen, lanzettlichen Blättern. Diese werden nach Bedarf Stück für Stück abgeerntet und als Salat genossen. Der Pflanzenstiel schiebt sich mit immer neuen Blättern im oberen Teil weiter in die Höhe und ähnelt am Schluss einer kleinen Palme. Sind letztlich alle Blätter abgeerntet, dann lässt sich auch der schmackhafte Stiel in der Küche verwerten! Dieser Spargelsalat ist auch nicht wirklich exotisch. Er ist vielmehr mit unserem Kopfsalat nahe verwandt und hat auch sehr ähnliche Ansprüche wie dieser, verträgt aber die Hitze besser. Bislang wurde er hauptsächlich im chinesischen Raum angebaut. Das bedingt, dass wir zumindest z. Zt. lediglich auf Samen aus dem Fachhandel angewiesen sind. Setzlinge sind, meines Wissens, aktuell noch nicht bei uns zu bekommen.

Im Anbau ist der Spargelsalat recht anspruchslos und er verträgt auch mal etwas tiefere Temperaturen. Düngen Sie ihn während des Wachstums mäßig, aber kontrollieren Sie ihn unbedingt regelmäßig auf Schneckenbefall und Blattläuse! Ansonsten braucht er keine besondere Pflege.

 

Dann bis nächste Woche, wenn es wieder heißt: Auf zu neuen Möglichkeiten!

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Ihre Heidemarie Traut