heute haben wir das Thema Amaranth im eigenen Garten. Diese Pflanzen brauchen zum Keimen schon einen etwas wärmeren und zudem humusreichen Boden. Unter 8° C passiert gar nichts! So ist das Ende des Monats April, je nach Wetterlage, die erste Möglichkeit ihn im Freiland auszusäen. Nach der Aussaat sollte man die Erde unbedingt stets feucht halten. Und wenn die Eisheiligen Anfang bis Mitte Mai mit tiefen bis hin zu frostigen Temperaturen ihre Wetterkapriolen übers Land schicken, dann muss die Erde unbedingt abgedeckt werden. Eine andere, nach meiner Sichtweise bessere Lösung wäre es, im März mit der Voranzucht auf der Fensterbank zu beginnen. Die Keimlinge würde ich dann nach den Eisheiligen mit jeweils 30 cm Reihenabstand ins Beet pflanzen. Im Freiland sollten dann die mittlerweile größer gewordenen Pflanzen wie Kartoffeln etwas angehäufelt werden. Regelmäßiges gießen ist bei sonnigem Wetter unbedingt in den Tagesplan mit aufzunehmen. Der Amaranth wächst sehr langsam. Daher ist es auch immens wichtig immer wieder auf die Beikräuter zu achten, und diese regelmäßig zu entfernen. Denn diese würden einmal die kleinen Amaranthpflänzchen schnell überwuchern und, was fast noch entscheidender ist, sie würden ihnen die Nahrung streitig machen, so dass die Nutzpflanzen u. U. einen sogenannten „Kümmerwuchs“ entwickeln könnten.
Der Amaranth – Zierde und gesunder Genuss zugleich – Was will man mehr?
Wenn der Amarant dann groß genug ist, um nicht mehr von den Beikräutern „verschluckt“ zu werden, ist dieses Thema nicht mehr ganz so präsent. Regelmäßiges Mulchen, bei entsprechender Größe, tut dem Amaranth aber dennoch so richtig gut. Und dieses Vorgehen hat auch gleich 3 Vorteile: einmal trocknet der Boden nicht so schnell aus, das Mulchen wirkt auch ganz wunderbar gegen unerwünschte Wildkräuter, und beim Zersetzen des Mulchmaterials werden zusätzlich Nährstoffe frei, die den Kulturpflanzen zugutekommen
Von September bis Oktober sind dann die meisten Amarant Arten erntereif. Dies erkennen Sie daran, wenn Sie die Körner nicht mehr einfach zwischen den Fingern zerdrücken können. Ist es soweit, schneiden Sie die Stängel ab. Trennen Sie dann sowohl die Blätter und die Blütenstände von den Stängeln und trocknen Sie beides getrennt. Bei den Blütenständen dauert dieser Vorgang erheblich länger! Aber diese müssen unbedingt richtig, richtig gut trocken sein, ansonsten könnten die schimmlig werden. Noch etwas – ganz wichtig: Dieser Trocknungsvorgang sollte nie (egal bei welchen Pflanzen) in der direkten Sonne erfolgen. Und um zu vermeiden, dass Samen verloren gehen, legen Sie die Blütenstände einfach zum Trocknen auf ein Tablett, eine Kuchenbackform oder auf ein frisches Geschirrtuch. Drehen Sie die Samenstände mehrmals um. Sind sie richtig trocken, können Sie die Körner aus den Blütenständen klopfen und ebenfalls trocken lagern.
Viel Erfolg!