Geschichte gefeiert und Geschichte geschrieben
Drei Jahre lang wurde geplant, organisiert und an unserem Jubiläumsprogramm gefeilt. Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: Die ganze Dorfgemeinschaft war auf den Beinen und trug dazu bei, zwei unvergessliche Festtage zu gestalten.
Am Samstag startete das Programm mit der Vorstellung unseres Dorfmaskottchens Friedrich, das die Kinder zum Landeplatz der Fallschirmspringer führte. Deren Ankunft war der erste große Höhepunkt des Festes und sorgte bei Jung und Alt für Begeisterung.
Von da an war Friedrich der Star auf dem Festplatz. Mit Abklatschen, gemeinsamen Fotos und Umarmungen hatte unser Maskottchen alle Pfoten voll zu tun. Auch die beiden Eisprinzessinnen Anna und Elsa, die zum Kinderschminken und für Kindertattoos eingeladen waren, wurden von den Kindern herzlich empfangen und sorgten für große Freude.
Während die jüngeren Gäste mit dem abwechslungsreichen Kinderprogramm, der Hüpfburg und den XXL-Spielen bestens unterhalten wurden, füllte sich der liebevoll hergerichtete Festplatz immer mehr. Alle fanden ihr Plätzchen – ob am Bierstand, an der Cocktailbar, an den Stehtischen, im Festzelt oder in dem eigens eingerichteten Biergarten.
Am späten Nachmittag sorgte die erste Band des Tages, „Live Selection“, mit Rockhits aus den 80er- und 90er-Jahren für ausgelassene Partystimmung. Nach einer grandiosen Hip-Hop-Tanzvorführung des Überherrner Turnvereins begann die Umbaupause für die nächste Band.
Am Abend füllten weit über 500 Gäste den Festplatz und feierten gemeinsam eine großartige Party mit der Band „Al Dente“. Bunte Lichter tauchten das gesamte Gelände in eine besondere Atmosphäre, und die Stimmung war einfach grandios. Bis spät in die Nacht wurde getanzt und gefeiert. Am Ende waren sich alle einig: So etwas hat Friedrichweiler noch nicht erlebt!
Der Sonntag begann mit einem feierlichen Hochamt anlässlich unseres Dorfjubiläums und des 100-jährigen Bestehens der Franziskuskirche. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Generalvikar Tim Sturm leitete den Gottesdienst, der von den beiden Chören CHORios und St. Angeli musikalisch gestaltet wurde. Die Ansprachen während der Messe waren sehr persönlich und bewegend und bildeten einen würdigen Auftakt zu unserem zweiten Festtag.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen auf dem Festplatz machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer allmählich auf den Weg, um sich auf den großen Festumzug vorzubereiten.
Schon seit Wochen war mit viel Liebe und Kreativität an den Festwagen gebastelt und geschraubt worden. Die zahlreichen Gruppen aus Friedrichweiler und der Umgebung begeisterten die Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke. Mit unserem Kindergarten und der Grundschule Differten waren auch die Kinder stark vertreten. Sie überzeugten mit fantasievollen Kostümen und kleinen Vorführungen.
Ortsvereine, freie Gruppen aus dem Dorf, Parteien und unsere Feuerwehr sorgten für „Spaß uff da Gass“ und präsentierten mit aufwendigen Aufbauten und Kostümen die Dorfwelt der letzten 300 Jahre. Dazu kamen zahlreiche Gruppen und Musikvereine, die eigens von außerhalb zu unserem Festumzug angereist waren. So zählte unser Highlight des Wochenendes über 500 Teilnehmende, die diesen Umzug mitgestalteten.
Im Anschluss platzte unser Festgelände mit weit über 1.000 Gästen aus allen Nähten. Dieser überwältigende Zuspruch übertraf selbst die kühnsten Erwartungen des Organisationsteams. Für ein paar Stunden herrschte ein besonders reges Treiben. Alle, die Dienst hatten – und auch viele, die eigentlich keinen hatten –, packten mit an, damit unsere Gäste gut versorgt wurden.
Unsere Ehrengäste konnten den Festumzug von der Ehrentribüne vor der Kirche aus verfolgen. Anschließend richteten sie ihre Grußworte an die Besucherinnen und Besucher. Unser Schirmherr, Minister Reinhold Jost, die Europaabgeordnete Manuela Ripa, Bürgermeister Greiber, Pastor Peter Leick, IFO-Vorsitzender Andreas Frey und unser Dorfgründer Karl Friedrich (Hupprich) von Nassau-Saarbrücken begrüßten die Gäste mit kurzen Reden.
Am Nachmittag sorgten die Musikvereine aus Differten und Hostenbach für beste Feststimmung. Die Kinder hatten viel Freude an riesigen Seifenblasen und fantasievollen Ballonfiguren, während die älteren Gäste bei Kaffee und Kuchen gemütliche Stunden in unserem Saal verbrachten.
Den musikalischen Abschluss unseres Festwochenendes gestaltete die Nachwuchsband J2H. Mit ihrem tollen Auftritt begeisterte sie noch einmal den gesamten Festplatz und setzte einen gelungenen Schlusspunkt unter zwei außergewöhnliche Tage.
Ein solches Wochenende kann nur in einer funktionierenden Gemeinschaft gelingen. Alle Vereine haben mit angepackt – und die gesamte Dorfgemeinschaft hat mit angepackt. Zudem hatten wir tolle Sponsoren, die uns unterstützt haben.
Wenn man den Eifer und den unermüdlichen Einsatz auf dem Festplatz erlebt hat, kann ich als Ortsvorsteher nur sagen: Ich könnte auf unsere Friedrichweiler Gemeinschaft nicht stolzer sein. Ihr seid einfach klasse!
Auch wenn dieses Fest eine großartige Gemeinschaftsleistung war, möchte ich mich besonders bei all jenen separat bedanken, die in den letzten Wochen kaum etwas anderes getan haben, als unser Jubiläum vorzubereiten. Vom Aufbau über das gesamte Festwochenende bis hin zum Abbau waren sie nahezu ununterbrochen auf dem Festplatz im Einsatz. Manche gingen dabei sogar an ihre persönliche Belastungsgrenze.
Das war eine außergewöhnliche Leistung, die ihresgleichen sucht!
Vielen Dank an alle, die geholfen haben. Vielen Dank an alle unsere Gäste. Vielen Dank an alle Sponsoren. Und vielen Dank an Friedrichweiler!
An diesem Festwochenende haben wir unsere Geschichte gefeiert – und gemeinsam ein neues Stück Friedrichweiler Geschichte geschrieben.