Liebe Garten- und Naturfreunde,
in der vergangenen Woche hatte ich Ihnen Rezeptvorschläge für Wassermelonen unterbreitet. Dabei war auch die Rede von karamellisierten Walnusskernen. Wow, mit so vielen Reaktionen darauf hätte ich im Traum nicht gerechnet! Viele meiner Leserinnen und Leser waren der Meinung, um Nüsse zu karamellisieren bräuchte man extra Küchengeräte. Dem ist „Gott sei Dank“ nicht so. Das Karamellisieren von Nüssen jeglicher Art ist ziemlich einfach und geht zudem auch noch recht flott!
Hier die wichtigsten Tipps und Verfahrensweisen: Die wichtigsten Dinge, die Sie zum Karamellisieren Ihrer Nüsse brauchen sind: Zucker, Wasser, ein Holzlöffel, eine Pfanne mit entsprechend großem Boden (die Nüsse sollten den Pfannenboden zur Gänze bedecken), ein Backblech, Backfolie oder Backpapier, zwei Gabeln
Zutaten
200 g Walnusskerne
100 g Zucker
50 ml Wasser
Nach Wunsch: 1 TL Zimt und/oder Vanilleextrakt oder ganz anders: eine Prise Salz…
Das Karamellisieren von Walnüssen mit Zucker und Wasser ist in wenigen Minuten in einer Pfanne erledigt. Ich selbst nehme immer die doppelte Menge, denn diese karamellisierten Nüsse sind einfach Genuss pur und so vielfältig einzusetzen. Als Topping auf vielerlei grünen Salaten, auf Suppen (probieren Sie es doch einmal mit einer schönen Kartoffel-, Kürbis- oder Gemüsecremesuppe), aber auch auf Quark oder Cremespeisen, auf Eis und Obstsalaten, zu Käse u. u. u. …Ihrer Phantasie sind hier absolut keinerlei Grenzen gesetzt!
Zubereitung
| 1. | Den Zucker zusammen mit dem Wasser, u. U. dem Zimt und dem Vanilleextrakt in eine Pfanne geben und unter Rühren einmal aufkochen lassen, dann für ca. 1 ½ bis 2 Minuten köcheln lassen. Der Zucker löst sich hierbei auf, und die Masse wird bei diesem Vorgang gelblich bis hellbraun. |
| 2. | Nun die Walnüsse zur Zuckermischung geben und bei relativ hoher Hitze (Probieren Sie hier aus, mit welcher Hitze Sie persönlich am besten arbeiten können, denn jeder Herd und jede Pfanne hat so ihre „Eigenheiten“!) und unter stetigem Rühren so lange in der Pfanne hin und her bewegen, bis das Wasser verdunstet ist und der Zucker wieder zu trocknen beginnt. Die Zuckerschicht auf den Nüssen wirkt dann matt und leicht bröselig. |
| 3. | Schalten Sie jetzt die Hitze etwas herunter – so ungefähr auf mittlere Stufe. Rühren Sie die Walnüsse, bzw. bewegen Sie diese in der Pfanne mit einem Holzlöffel solange hin und her bis der Zucker anfängt zu karamellisieren. Die Nussstücke bekommen dann diese fein glänzende Karamellschicht. Das dauert nicht allzu lange! Bleiben Sie in dieser Phase unbedingt immer am Herd und bewegen Sie die Nussstücke ohne Unterlass in der Pfanne hin und her. Achten Sie darauf, dass der Zucker nicht „anbrennt“ – dann würde er nämlich bitter werden, und alle Mühe wäre umsonst gewesen! |
| 4. | Sobald der Zucker karamellisiert ist, die Pfanne vom Herd nehmen und die Walnüsse sofort auf ein mit Backfolie ausgelegtes Backblech gleiten lassen und mit zwei Gabeln umgehend voneinander trennen – bevor sie fest werden. Ihre „gebrannten“ Walnüsse jetzt nur noch trocknen und abkühlen lassen. |
| 5. | Anschließend in ein luftdichtes Gefäß geben und dunkel, kühl und trocken aufbewahren. |
Tipp: Ihre „gebrannten“ Walnüsse halten problemlos bis zu 14 Tage – wenn sie nicht zuvor schon längst alle genascht sind!
Zurück zu den Wassermelonen - Was kann man noch alles mit ihnen anfangen?
Da bietet sich z. B. ein Wassermelonensorbet an. Pürieren Sie dazu einfach gefrorene Wassermelonenstücke z. B. mit einem Schuss Zitronen- oder Limettensaft und etwas Honig. Und schon haben Sie ohne großen Aufwand ein schnelles, wunderbar erfrischendes Sorbet.
Oder Sie schneiden Melonenscheiben in kleine Dreiecke, welche Sie anschließend zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterschokolade tauchen. Erkalten lassen und etwas frische Minze darüber streuen – ein leckeres Dessert – ein wirklicher Genuss!
Geheimtipp: Heidis Nudelsalat mit Wassermelonen Dazu brauchen Sie gekochte Nudeln und Tomaten, Salatgurken, Paprika in grün, rot und gelb und eine Wassermelone; des Weiteren: Petersilie, Dill, etwas Minze, Salz, Pfeffer (u.U. etwas Kurkuma und/oder Ingwer oder Galgant - für eine etwas exotische Note) und Mayonnaise. Wer möchte gibt noch des Saarländers Lieblingsgewürz dazu – das wäre dann etwas MAGGI. Zu den Mengenangaben: Ich achte immer darauf, dass die Nudeln ungefähr 1/3 der Gesamtmenge ausmachen, und dass der Salat demzufolge zu 2/3 aus den o. a. „Gemüsezutaten“ besteht. Gut gekühlt – ein hoch willkommenes Sommeressen… Lassen Sie es sich schmecken!