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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 4/2026
Sonstige amtliche Mitteilungen
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Ein langes Leben für Kleidung

In einer Welt, in der Mode oft schnelllebig und kurzlebig konsumiert wird, gerät ein wichtiger Aspekt leicht in Vergessenheit: der achtsame Umgang mit Kleidung. Dabei trägt nicht nur unser Konsumverhalten, sondern auch die richtige Pflege maßgeblich dazu bei, wie lange ein Kleidungsstück schön, funktional und tragbar bleibt. Wer Kleidung bewusst auswählt, sie gut behandelt und ihre Lebensdauer verlängert, tut nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt einen Gefallen.

Worauf muss bei der Pflege von Kleidung geachtet werden?

Kleidungspflege bedeutet, richtig waschen: Für die richtige Pflege sollte auf die Temperatur, das Waschprogramm und das Waschmittel geachtet werden. Unbedingt vor dem Waschen auf das Etikett in der Kleidung schauen und die Pflegehinweise beachten.

weniger waschen ist mehr: Als Schutz vor Verschleiß sollte Kleidung nicht zu oft gewaschen werden. Kleinere Flecken können mit einem nassen Lappen oder Schwamm entfernt werden. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen kann Gallseife helfen. An getragener Wäsche sollte ein Geruchstest gemacht werden, um zu prüfen, ob sie erneut getragen werden kann. Und manchmal hilft Lüften an der frischen Luft.

Kleidung richtig aufbewahren: Pullover und Strickwaren sollten gefaltet werden, um Verformungen und Ausleiern zu vermeiden. Anzüge, Blazer, Hemden und Blusen gehören auf einen Kleiderbügel, am besten auf breite oder gepolsterte. Kleider und Jacken ebenfalls.

Kleidermotten vorbeugen und bekämpfen: Kleidermotten fühlen sich in dunklen und ruhigen Ecken wohl. Daher ist das regelmäßige Tragen bzw. die Aufbewahrung auf einer offenen Kleiderstange in einem hellen Raum ein gutes Gegenmittel. Kleidung, die seltener getragen wird, sollte regelmäßig geprüft werden, um keine böse Überraschung zu erleben. Ätherische Öle und Kräuter vertragen Kleidermotten nicht gut. Entweder im Wasser bei der Reinigung des Schranks verwenden oder in ein Kisschen eingenäht, das dauerhaft im Schrank liegt. Schlupfwespen können als Fressfeinde ebenfalls verwendet werden.

Defekte Kleidung sollte repariert oder umfunktioniert werden. Dafür gibt es eine Vielzahl an Ideen: Turnbeutel, Abschminkpads, Körnerkissen, Tischdecken, u.v.m.

Beim Kauf von neuer Kleidung sollte auf einige Aspekte geachtet werden, um gute Qualität zu erkennen.

Verarbeitung der Nähte: Lose Fäden, schiefe Nähte oder eine unsaubere Verarbeitung sind Anzeichen für eine schlechtere Verarbeitung. Es wurde vermutlich an Sorgfalt gespart.

Ohne spezielle Tests ist die Qualität von Kleidung schwer zu erkennen, aber es gilt die Devise: Je hochwertiger die Fasern und die Verarbeitung, desto besser ist die Qualität. Kunst- und Mischfasern sollten vermieden werden. Lieber sollte in Naturfasern investiert werden.

Bei schlechter Färbung können Stoffe schnell ausbleichen. Denn dann ist das Färbemittel nicht ausreichend mit der Faser verbunden und „blutet“ aus.

„Fair Fashion“ ist nicht automatisch haltbarer, aber oft besser gemacht: Die Annahme rührt daher, dass in der Herstellung von Fair Fashion tendenziell die Langlebigkeit von Produkten in der Produktentwicklung bereits mitgedacht wird.

Um Schadstoffe zu vermeiden, sollten folgende Vorgänge vorgenommen werden:

o Geruchstest

o Siegel-Check

o Secondhand bevorzugen

Unabhängig von der Qualität sollte immer die Frage gestellt werden: Brauche ich das Kleidungsstück? Wenn ja, kaufe ich es auch?