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Wadgasser Rundschau
Ausgabe 43/2025
Amtliche Bekanntmachungen
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Heidis grüne Ecke



Liebe Garten- und Naturfreunde,

was gibt es Schöneres für eine Autorin, als mit ihren Artikeln derart Furore zu machen, wie mir dies mit den beiden Artikeln über die Verwendung von Meerrettichblättern wohl gelang. Das war ein Thema, das derart Interesse, Anklang und Zustimmung bei Ihnen, werte Leserinnen und Leser, fand, dass ich mir überlegt habe, Ihnen auf dieser Ebene noch weitere ähnliche Anregungen anzubieten.

Denn es gibt so Vieles an gesunden kulinarischen Möglichkeiten, die wir nutzen könnten - es aber nicht (mehr) tun. Als Überschrift für die folgenden Artikel habe ich die Worte gewählt:

„Verborgene Schätze für und in Ihrer Küche“

Und da kann ich Ihnen nicht wenige anbieten! Wussten Sie z. B., dass man die Blätter/ das Grün von Karotten, Kohlrabis, Blumenkohl, Rosenkohl, Broccoli, Roter Bete, Radieschen, Rettichen und Knollensellerie essen kann?! Und nicht nur das - all dieses „GRÜN“ ist zum einen sehr vielseitig einsetzbar und hat zudem noch viele wertvolle Inhaltsstoffe, die unserer Gesundheit guttun und mitunter sogar Heilwirkungen haben.

Nicht selten habe ich beim Einkauf die Beobachtung gemacht, dass z.B. die Blätter von Kohlrabis von den Kunden selbst noch im Laden entfernt wurden. Viele andere Gemüsesorten werden bereits ohne Blätter angeboten. Vielleicht können wir daran künftig etwas ändern.

Richten Sie beim Kauf ihres frischen Gemüses, wenn sie künftig die Blätter/ das Grün desselben in Ihre Ernährung einbauen wollen, ihre Aufmerksamkeit unbedingt auf die Frische des jeweiligen Produkts. Die Blätter sollten saftig grün, unbeschädigt und ohne Verfärbungen sein. Es dürfte auch sicherer sein, auf Bio-Gemüse zuzugreifen, da diese in der Regel frei von Pestiziden und Herbiziden sind. Deutlich einfacher haben es hier alle diejenigen, die einen eigenen Gemüsegarten haben und ihre Produkte rein biologisch erzeugen.

Kommen wir zu unserem 1. Küchenschatz - den Blättern von Radieschen und Rettichen

Und zu Ihrer Versicherung noch einmal: Ja, man kann sowohl Radieschen- als auch Rettichgrün problemlos essen. Sie tun uns gut mit ihren Nährstoffen wie Kalzium, Eisen, Vitamin C, Vitamin K, Ballaststoffen und Proteinen (letztere allerdings in ganz geringer Menge).

Diese beiden Blattarten haben eine scharfe, würzige Geschmacksnote, die von den Senfölen herrührt. Diese Senföle tun unserem Körper gut, denn sie haben entzündungshemmende Eigenschaften und können sich auch positiv auf die Verdauung und die Darmgesundheit auswirken. Man spricht ihnen auch eine antibakterielle Wirkung zu, und sogar krebsvorbeugend sollen sie sein.

Auch kulinarisch haben diese Blätter so einiges zu bieten. Sie können roh in Salaten, als Pesto oder aber gekocht in Suppen und als Spinatersatz verwendet werden. Am besten eigenen sich für Salate die jungen zarten Blätter. Sie schmecken leicht nussig und würzig. Ein Honig-Senf-Dressing macht sich hier besonders gut. Wenn Sie die Blätter zu einem Pesto verarbeiten geben Sie noch Knoblauch, Parmesan, Olivenöl, Pinienkernen und Zitronensaft hinzu, bevor sie das Ganze pürieren. Die Blätter von Radieschen und Rettichen lassen sich auch ganz prima wie Spinat zubereiten. In Suppen, Eintöpfen und Pastagerichten können sie ebenfalls verwendet werden. Als ganz besonderen Snack können Sie diese Blätter auch zu knusprigen Chips verarbeiten. Gehen Sie dabei wie folgt vor: Waschen Sie zuerst die Radieschen- oder Rettichblätter gründlich. Dann sollten dieselben gut getrocknet werden. Verteilen Sie jetzt die Blätter auf einem Backblech mit Backpapier. Beträufeln Sie nun alle Blätter mit etwas Öl und würzen Sie dieselben dann noch mit Salz und Pfeffer. Anschließend backen Sie sie bei etwa 180° (Ober-/Unterhitze) oder bei 150-160° (Umluft), bis sie knusprig sind. Das geht ziemlich rasch - also nicht aus den Augen lassen!

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen mit den „neuen“ Schätzen in unseren Küchen! Freuen Sie sich auf nächste Woche, dann erwarten Sie weitere ungewöhnliche Tipps unserer „Verborgenen Schätze“!

Ihre Heidemarie Traut