So verschieden wie die Narrenrufe zur Karnevalszeit sind, so verschieden sind auch die Traditionen und Bräuche in den Regionen Deutschlands und der Welt.
Was allen gemeinsam ist, ist dass es eine bunte und fröhliche Zeit ist, in der Menschen zusammen kommen, um zu feiern, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und Traditionen zu pflegen.
Für den Ursprung des Karnevals gibt es keine eindeutige Quelle, sondern speist sich aus verschiedenen historischen Wurzeln.
| • | Im Heidentum gab es heidnische Winterfeste, bei denen der Winter vertrieben werden sollte und der Frühling willkommen geheißen werden sollte. Dabei wurde sich gegen die gesellschaftlichen Normen und Anforderungen gewandt und für die frohen Tage herrschten Frohsinn und Zügellosigkeit vor. |
| • | Im antiken Rom fanden die Saturnalien statt- winterliche Feiern zu Ehren des Gottes Saturn. Es wurde sich legerer gekleidet, mit bequemen Tuniken und Filzkappen, es gab Ess- und Trinkgelage, Standesunterschiede wurden aufgehoben. Ein Saturnalienfürst wurde gewählt und es wurden Spottgedichte und Rätsel vorgetragen. |
| • | Im Mittelalter wurde es zu einem Kirchenfest umgewidmet und es wurden damit festliche Tage vor der Fastenzeit eingeläutet. Verschiedene Quellen behaupten, dass hierin auch der Wortursprung für das Wort „Karneval“ herrührt. Der Wortursprung sei der lateinische Ausspruch „carne vale“ – „Fleisch lebe wohl“. Da dies die letzte Gelegenheit zum Genuss gewesen sei, bevor in der Fastenzeit darauf verzichtet werden sollte bzw. musste. |
Der heutige Karneval ist eine Verschmelzung aus verschiedenen Kulturen, historischen Bräuchen, religiösen Feierlichkeiten und lokalen Traditionen.
In Deutschland ist das gesellschaftliche Ereignis des Karnevals geprägt durch farbenfrohe Verkleidungen, die Inthronisierung von närrischen Regentschaften, Karnevalssitzungen mit Büttenreden, Maskenbällen und Straßenumzügen.