Titel Logo
Wadgasser Rundschau
Ausgabe 7/2026
Sonstige amtliche Mitteilungen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Heidis grüne Ecke

Liebe Garten- und Naturfreunde!

Diese jetzt hier folgenden Zeilen hatte ich Ihnen eigentlich bereits für die vorige Woche zugesagt, aber leider hat mich ein grippaler Infekt voll erwischt, mit allem was dazugehört. Alleine mit diesem Kopfdröhnen war es mir unmöglich vernünftige Zeilen zustande zu bringen. Ich wünsche mir sehr, dass ich hier auf Ihr geschätztes Verständnis hoffen darf?!

Gott sei Dank geht es mir mittlerweile so weit besser, dass ich mich jetzt daran wage, Ihnen eine (hoffentlich) vernünftige Pflegeanleitung für Ihren Weihnachtsstern, Ihre Poinsettie oder Ihren Adventsstern, wie diese schöne Mehrjahrespflanze auch heißt, übermitteln zu können.

Wie und was Sie im Sommer beachten sollten, welche Standorte und Düngegaben sinnvoll sind, und wie Sie im Herbst weiter verfahren sollten damit Ihr Christstern wieder zur vollen Farbenpracht gelangt, genau das schauen wir uns jetzt an.

Von Mai bis August befindet sich die Pflanze in der sogenannten Wachstumsphase. Da heißt es dann: regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser gießen. Noch besser geeignet ist ein Tauchbad, und während dieser Wachstumszeit sollte man auch ein- bis zweimal wöchentlich Düngegaben verabreichen. Dazu später mehr. Ganz wichtig für ein langes Pflanzenleben und gutes Gedeihen ist immer auch der jeweils richtige Standort. Vieles, was für die Wintermonate gegolten hat, gilt auch jetzt! Die tropische Pflanze liebt helle Standorte ohne Zugluft, die Idealtemperaturen liegen so zwischen 18 und 23 °C und sie mag absolut keine Staunässe.

Der Weihnachtsstern kann den Sommer über auch an einem geschützten Platz im Freien stehen. Geeignet wäre hier ein Standort im Halbschatten, z. B. unter einem größeren Laubbaum oder an einer zugfreien Nord-/Ostwand. Vor direkter Sonneneinstrahlung und insbesondere vor praller Mittagssonne muss man ihn unbedingt schützen! Jetzt sind bei uns die Sommer seit ein paar Jahren mitunter richtig heiß. Und über 30° sind dabei keine Seltenheit. Ein Weihnachtsstern ist zwar eine tropische Pflanze, welche Wärme liebt, aber bei über 30 °C im Sommer sollte man ihr eine etwas speziellere Pflege angedeihen lassen. Das heißt, wir müssen einmal darauf achten, dass sie nicht austrocknet und zweitens, dass ihre Blätter durch direkte Sonneneinstrahlung nicht verbrannt zu werden.

Verständlicherweise verdunsten die Pflanzen bei großer Hitze viel Wasser. Hier heißt es folglich, die Topferde täglich kontrollieren! Sie sollte leicht feucht sein, aber nicht vergessen: Staunässe muss vermieden werden! Fühlt sich die Erde, auch in 1- 2 cm Tiefe richtig trocken an, wäre ein Tauchbad eine gute Lösung. Stellen Sie dafür Ihren Weihnachtsstern für 10-20 Minuten in lauwarmes Wasser. Ganz wichtig! Lassen Sie ihn hernach unbedingt richtig gut abtropfen. Um zusätzlich die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und somit dem Feuchtigkeitsbedarf Ihrer Pflanze bei Hitzeperioden gerecht zu werden (ohne die Gefahr einer Wurzelfäule zu riskieren), können Sie die Blätter auch gelegentlich sanft mit lauwarmem Wasser besprühen. Decken Sie dabei aber bitte die Topferde ab. Zusammenfassend wäre hier zu sagen: Viel Wärme und Licht sind generell gut, aber bei über 30°C ist der Halbschatten und eine konstante Feuchtigkeit (ohne Staunässe) entscheidend, damit Ihr Christstern den Sommer überlebt.

Wenn die Hitzegrade im Außenbereich weit über 30° ansteigen, wäre es unter Umständen sogar angesagt, die Pflanzen in dieser Zeit wieder ins Haus zu holen, denn dort hat man eher die Möglichkeit die Innenräume durch Beschattung und Ventilatoren etwas abzukühlen. Denken Sie hierbei aber bitte unbedingt daran, dass der Weihnachtsstern nicht in den direkten Bereich des Ventilators gestellt wird, denn diese Zugluft ist regelrechtes Gift für ihn, sie garantiert quasi, dass er kurz darauf seine Blätter fallen ließe.

Noch zwei zusätzliche Tipps: Wenn Sie im Frühjahr keine Gelegenheit hatten Ihren Weihnachtsstern zurück zu schneiden, so können sie dies noch bis zum Frühsommer nachholen. Er wird Sie dann mit einem wundervollen buschigen Wuchs erfreuen.

Aus den abgeschnittenen Triebstücken können Sie zudem problemlos Stecklinge zur eigenen Vermehrung machen. Was Sie dabei beachten sollten, und wann welche Düngung für den Christstern die richtige ist, davon berichte ich Ihnen in der übernächsten Woche.

Haben Sie bis dahin eine gute Zeit! Und wenn Sie ein „Faasebooz“ sind, wünsche ich Ihnen mit Allee hopp eine fröhliche Zeit! Passen Sie aber vor allen Dingen gut auf sich auf!

Ihre Heidemarie Traut