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Amtsblatt der Stadt Schalkau
Ausgabe 4/2026
Stadt Schalkau
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Informationen aus dem Rathaus

Entwurfsskizze für Spielplatz Tannenburg Schalkau

Schalkauer Kindergarten „Wirbelwind“ beim Auftritt

Übergabe der Einzugsgeschenke an MEDINOS Geschäftsführer René Klinger (rechts im Bild)

Danksagung und Gratulation an Mitarbeiter der MEDINOS und der Stadt Schalkau durch Landrat, Geschäftsführer und Bürgermeister

Besichtigung der frisch renovierten Praxisräume durch unsere Bürger

Untersuchungsraum

Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ Theuern eingerüstet für die Sanierung des Daches und der Fassade

Von Anwohnern festlich geschmückter Osterbrunnen in der Siedlung im Grund

Sitzbank am „Schaftränkla“ in Bachfeld

Infotafel an der Einfahrt zur Tannenburg (Bild rechts) und vermeintliches Schreiben des Landesverwaltungsamtes (Bild links)

Ehemalige Kleinsportanlage „Tannenburg“ bald Landeplatz für Rettungshubschrauber!?

Liebe Schalkauer Bürger,

dem aufmerksamen Spaziergänger dürfte auf seinem Weg von Schalkau zum Galgenberg nicht entgangen sein, dass sich seit geraumer Zeit auf dem Gelände der ehemaligen Kleinsportanlage „Tannenburg“ offensichtlich etwas tut. Bereits im Februar wurden Baumfällarbeiten durchgeführt und weitere Aufräumarbeiten erfolgten im März. Der Bereich des ehemaligen Sportplatzes präsentiert sich seitdem wieder viel geräumiger und zeigt damit sein Potential für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten deutlich auf. Und so mancher Anwohner und interessierter Bürger mag sich daher gefragt haben: Was soll denn mit unserer Tannenburg werden? Ist da vielleicht etwas Größeres geplant, wovon die Bürger noch nichts erfahren sollen? Vielleicht ein Landeplatz für Rettungshubschrauber des neu eröffneten MVZ im Landambulatorium?

Das sind ja durchaus berechtigte Fragen. Eine mögliche Antwort darauf machte dann Ende März auch recht schnell in den sozialen Medien die Runde. Sinngemäß zitiert war dort zu lesen: „Laut Bekanntgabe des Landesverwaltungsamtes Thüringen, prüfe das Landesvermessungsamt auf Beschluss des Landtages, die Errichtung und den Betrieb eines Landeplatzes für Rettungshubschrauber in Zweitnutzung für Düngehubschrauber.“ Der Aufruf zu einer Demo unter dem Motto „Rettet die Tannenburg - Kein Verkauf als Landeplatz - Für Hubschrauber“ für Mittwoch vor Gründonnerstag um 11:00 Uhr folgte auf dem Fuße und verbreitete sich ebenso rasch gleich mit.

Die ganze Geschichte hatte ihren „mysteriösen“ Anfang durch einen Aufsteller mit angepinnter Bekanntmachung just vor dem Eingang zur Tannenburg selbst.

Als mich diese Nachricht am 31. März per WhatsApp erreichte, schoss mir im ersten Moment ein Schrecken in die Glieder. Hatte ich etwa etwas versäumt? Gab es Informationen des Landesverwaltungsamtes im Vorfeld? Blieben vielleicht Anfragen aufgrund der aktuellen Personalsituation unbearbeitet?

Da mich die Nachricht erst am Abend erreichte, war der Termin für die Demo längst schon verstrichen. Genug Zeit also, um mir die Bekanntmachung nochmals in Ruhe durchzulesen. Dieses Mal aber in Normalgröße auf DIN A4 Format, anstatt in winziger Schriftgröße im Messengerdienst auf dem Handy. Schnell war dann klar: Sowohl die Orthografie im Text der Bekanntmachung als auch der Hinweis zu Gründonnerstag, der in diesem Jahr auf den 1. April fiel, ließen keine Zweifel übrig:

Es handelte sich hier wohl um einen etwas eigenwilligen Aprilscherz!

Auch wenn sich also alles als ein harmloser Scherz herausstellte - abgesehen davon, dass die unberechtigte Verwendung des Landeswappens als Hoheitszeichen eine Ordnungswidrigkeit darstellt und strafrechtlich geahndet werden kann - bin ich im Nachhinein sogar dankbar für diese kleine Aktion. Denn die Aktion macht deutlich, dass es für die Tannenburg, die einstmals wirklich ein Kleinod war und jetzt schon seit vielen Jahren verwildert vor sich hindümpelt, endlich wieder eine sinnvolle Nutzung geben muss. Die Initiatoren des Streiches haben darauf aufmerksam gemacht, dass die Stadt Schalkau als Eigentümerin des Grundstücks eine besondere Verantwortung für die Tannenburg hat und diese Liegenschaft nicht zur Sanierung des städtischen Haushaltes herhalten dürfe.

Insofern verstehe ich die am Eingangstor zum ehemaligen Sportplatzbereich angebrachte Infotafel (siehe Foto) als Motivation und Bestätigung, die Tannenburg wieder einer guten Bestimmung zuzuführen und einen „Schandfleck“, als welchen man sie schon bezeichnete, endlich im Ortsbild zu beseitigen.

 

 

Da somit die öffentliche Diskussion zur Tannenburg nun schon einmal angestoßen ist, möchte ich die Gelegenheit gerne dazu nutzen, über die tatsächlichen Überlegungen zur zukünftigen Nutzung des Geländes zu informieren:

Wie den meisten bekannt sein dürfte, wird die Tannenburg als Kleinsportanlage für den Schulsport schon seit mehr als 15 Jahre nicht mehr genutzt. An die vormalige Nutzung als Sportplatz erinnern heute nur noch die Pfosten für das Volleyballnetz, Reste der Weitsprunggrube und der Stoßkreis der Kugelstoßanlage. Infolge der Auflassung begann das Gelände mehr und mehr zu verwildern. Umgestürzte und kranke Bäume stellten in den letzten Jahren zudem zunehmend ein Verkehrssicherungsproblem dar und mussten deshalb beseitigt werden.

Nachdem die Verkehrssicherheit jetzt wiederhergestellt ist, kann das Areal nun einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Geplant ist, auf dem Gelände einen Spiel- und Sportplatz anzulegen, der den Anforderungen und Interessen sowohl von kleineren Kindern und als auch von Jugendlichen gerecht wird. Ein erster Entwurf (siehe Skizze), der für die Beantragung von Fördermitteln erstellt wurde, sieht zunächst Folgendes vor: für ältere Kinder und Jugendliche einen Bolzplatz, ein Beachvolleyballfeld, ein Trampolin, eine Seilbahn mit Kletternetz sowie in den Schluchten des nördlichen Teils eine Mountainbike-Strecke und für die jüngeren und kleinen Kinder eine Spielanlage bestehend aus Klettergerüst, Schaukel und Rutsche, ein Drehkarussell, eine Wippe, Federspielgeräte und einen Sandkasten. Auch ist für Kinder und Eltern eine überdachte Sitzgruppe geplant, zum Beispiel für eine kleine Picknickpause. Da der Spielplatz auch von weiter her bequem erreichbar sein soll, sind zudem noch acht PKW-Parkplätze für die Besucher vorgesehen.

 

 

Um das Vorhaben in Zeiten knapper Kassen realisieren zu können, wurde bereits im Februar unter Beachtung der Einreichungsfrist (28.2.26) ein Förderantrag beim Landesverwaltungsamt in Weimar gestellt. Sollte dieser Antrag positiv beschieden werden, könnte im kommenden Jahr das Vorhaben verwirklicht werden. Damit würde Schalkau als größter Ortsteil unserer Stadt endlich wieder einen eigenen öffentlichen Spielplatz haben, nachdem 2023 der ehemalige auf dem verkauften Areal in der Johannisgasse abgerissen worden war. Im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen aus Schalkau bleibt also zu hoffen, dass dieses Projekt die dringend notwendige finanzielle Unterstützung bekommen möge.

Euer

Mark Schwimmer

Bürgermeister

Eröffnung des MEDINOS-MVZs im Landambulatorium

Am 9. April 2026 war es endlich so weit. Das medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der landkreiseigenen MEDINOS wurde im Landambulatorium Schalkau mit einem Festakt eröffnet. Anläßlich dieses denkwürdigen Ereignisses für Schalkau gab es eine Feierstunde in den Räumen der Praxis, zu der MEDINOS-Geschäftsführer René Klinger und Bürgermeister Mark Schwimmer als Vertreter der Stadt Schalkau die vielen Akteure, die zum erfolgreichen Gelingen des Vorhabens beitrugen, eingeladen hatten. Etwa 50 Gäste waren schließlich gekommen, darunter Stadträte, Landrat Robert Sesselmann, Landtagsabgeordneter Jürgen Treutler, die Ärzte Gabriele Heublein und Thomas Götz, Mitarbeiter der MEDINOS und der Stadt Schalkau sowie die Vertreter der bauausführenden Firmen. Mit einem Programm aus Liedern und Gedichten passend zum Thema Gesundheit begrüßten die Kinder unseres Schalkauer Kindergartens „Wirbelwind“ unter der Leitung ihrer Kindergärtnerinnen Birgit Matthes und Angelique Meier die Gäste und eroberten deren Herzen im Handumdrehen. Anschließend gab es Grußworte von Landrat, Geschäftsführer und Bürgermeister. Höhepunkt des kleinen Festprogramms war das Anschneiden der dreistöckigen Festtagstorte durch die ab nun im Landambulatorium diensthabenden Ärzte Frau Heublein und Thomas Götz. Als Einzugsgeschenke für die Mitarbeiter des MVZ gabs von der Stadt Schalkau eine Infotafel zur Geschichte des Landambulatoriums und dessen Umbau zum MEDINOS-MVZ, eine Arzt-Patient-Figur im Schraubenmännchendesign und ein Bonsaibäumchen.

Im Anschluss der Feierstunde standen die Praxisräume noch bis zum Nachmittag den interessierten Besuchern offen. Viele unserer Bürger nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung und verweilten gerne noch bei Kaffee und Kuchen und guten Gesprächen.

 

 

 

 

 

 

Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses „Alte Schule“ in Theuern

In seinen Sitzungen am 19.03.26 und 26.03.26 gab der Stadtrat grünes Licht für die Sanierungsarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ in Theuern und erteilte für folgende Baulose und Gewerke die Aufträge:

Los 1:

Gerüstbau, Dach- und Fassadensanierung

Los 2:

Fassadensanierung

Los 3:

Tischlerarbeiten, Fenster/Türen

Los 4:

Blitzschutz und Außenbeleuchtung

Die Investitionssumme der vergebenen Bauleistungen beträgt insgesamt ca. 355.000,- Euro. Zweidrittel der bereitgestellten Gelder sind Fördermittel aus dem Förderprogramm der Dorferneuerung.

 

 

Bezaubernd bunt und kreativ

Anwohner verschönern ihre Heimat

Auch in diesem Jahr haben die Einwohner unserer Ortschaften die alte und wunderschöne Tradition der Osterbrunnen aufrechterhalten. Mit viel Liebe zur Heimat, in aufwendiger Kleinarbeit und farbenfroher Detailverliebtheit werden Plätze und Brunnen mit Blumengirlanden, Osterkränzen und Eiern festlich geschmückt. Damit holen sie sich den erwachenden Frühling auf besonders liebenswerte Weise in ihre Heimatorte.

 

 

Manch kreatives Talent wird auch auf robustere Weise ausgelebt. Denn selbst mit der Motorsäge als Handwerkszeug entstehen unter Umständen richtige kleine Kunstwerke, die mit Liebe gestaltet die Heimat verschönern. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die von Herrn Bork Blechschmidt aus Baumstümpfen gestaltete Sitzbank am „Schaftränkla“ in der Bachfelder Flur. Diese idyllische Sitzbank lädt Wanderer aus nah und fern zum längeren Verweilen in unserer wunderschönen Heimat ein.

Ein großes Dankeschön geht daher an alle Mitwirkenden dieser Ostertradition und an alle kreativen Ortsverschönerer.

 

 

Mark Schwimmer

Bürgermeister